Ian Rolf Hill: John Sinclair - Folge 2028: Der Atem der Sirene

John Sinclair - Folge 2028: Der Atem der Sirene

Verlag: Bastei Entertainment [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Horror
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ohn Sinclair erhält Besuch von Myxin, dem Magier und Kara, der Schönen aus dem Totenreich, die einen brisanten Auftrag für ihn haben. Um dem Eisernen Engel zu helfen, der seit dem Sturm auf dem Schwarzen Dom und der damit verbundenen Tatsache, dass seine Partnerin Sedonia im Koma liegt, muss John in eine längst vergangene Epoche reisen, um ein ganz besonderes Elixier zu finden: den Lebensatem der Sirenen. Da die magische Kraft nur für eine Person reicht, wird John von Myxin und Kara rund zehntausend Jahre in die Vergangenheit geschickt. Kaum in der Steinzeit angekommen, muss sich der Geisterjäger dem Kampf gegen ein Mammut stellen. Und er steht vor einem Feind, den er eigentlich schon vernichtet hat.

Florian Hilleberg alias Ian Rolf Hill, legt mit "Der Atem der Sirene" den Auftakt zu einem recht ungewöhnlichen Zweiteiler vor. Das Setting und die Grundidee der Geschichte sind wirklich gut, auch wenn mich der Plot nicht ganz so begeistern konnte, wie andere Sinclair-Romane von Ian Rolf Hill. Dabei liest sich der Roman sehr gut. Der Kunstgriff, die Ereignisse in der Gegenwart als Rückblende zu erzählen (überschrieben mit der doppeldeutigen Aussage "Davor und zugleich danach") ist schlicht und ergreifend brillant. Doch irgendwie bleibt John ein Fremdkörper in der Welt der Steinzeitmenschen. Trotzdem ist der Roman so spannend, dass man nach dem packenden Cliffhanger zum zweiten Teil greift, um zu sehen, ob er seine Mission erfolgreich ausführen kann.

Stilistisch bewegt sich Ian Rolf Hill mit diesem Heftroman wieder an der Grenze zur vermeintlich anspruchsvollen Literatur. Zu diesem Thema hat er auf der Leserseite dieses Romans eine mehr als treffende Aussage getätigt: "Der Heftroman hat lange genug ein Schattendasein fristen müssen." Dem kann ich nur vorbehaltlos zustimmen. Es ist schön, zu sehen, dass Serien wie eben "John Sinclair", "Professor Zamorra, "Maddrax" oder die leider eingestellte Reihe "Dark Land" inzwischen über ein Niveau verfügen, dass sich von den vermeintlich besseren Büchern kaum unterscheidet.

Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 11. Juli 2018

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