Dracula und der Zirkel der Sieben: Folge 01: Erbe des Bösen

Folge 01: Erbe des Bösen

Verlag: Maritim Studioproduktionen [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Horror
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Preis: 6,81 Euro bei Amazon.de [Stand: 29. Oktober 2020]
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Jonathan Harker leidet, seitdem er Dracula getötet hat, unter einer Veränderung und bittet daher seinen Freund, den Arzt Dr. Ryan, um Hilfe, der sich auf die Erforschung des menschlichen Blutes spezialisiert hat. Unterdessen wird auch Mina Harker, die inzwischen in Frankreich lebt, von unheimlichen Alpträumen heimgesucht, in denen immer wieder ein Mann auftaucht: Dracula. Sie begibt sich nach Amsterdam, um dort Abraham van Helsing zu treffen. Gemeinsam reisen sie nach England, um Jonathan zu besuchen, wo sich die Ereignisse überschlagen haben, denn Dracula lebt tatsächlich und will die Forschungsergebnisse von Dr. Ryan in seinen Besitz bekommen. Und dazu ist ihm jedes Mittel recht.

Dieser Hörspielherbst wird interessant, da allein vom Label Maritim drei neue Serien an den Start gehen, die zudem alle im Serienkosmos von Oscar Wilde und Mycroft Holmes oder Jules Verne angesiedelt sind. Nachdem der Auftakt von "Moriarty" nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat, war ich nun auf den Anfang von "Dracula und der Zirkel der Sieben" gespannt. Und hier hat man alles richtig gemacht.

Nach einem wirklich stimmungsvollen Prolog setzt die eigentliche Handlung nach der ursprünglichen Geschichte Bram Stoker ein. Ein kluger Schachzug, der mehr als genug Freiheiten lässt, um einen eigenen Plot zu entwickeln. Und genau das wird hier gemacht. Die Handlungsstränge von Dracula, Jonathan, Mina und Abraham van Helsing müssen sich erst finden, wodurch man am Anfang gezwungen ist, aufmerksam zuzuhören. Doch das macht man ausgesprochen gerne, da hier eine spannende Geschichte erzählt wird. Im Gegensatz zur ersten Folge von "Moriarty". Die viel zu sehr nach Sherlock Holmes klang und wenig Eigenständigkeit besaß, hat man sich hier gleich auf den eigenen Kosmos konzentriert. Dies steigert sich in weiteren Verlauf noch und gipfelt in ein packendes Finale, dass mit einem doppelten Cliffhanger begeistern kann. Zum einen wird der Boden für die nächste Folge bereitet, zum anderen trifft man auf den dritten Darsteller, der eine eigene Serie bekommt und der ebenfalls Oscar Wilde und Mycroft Holmes das Leben schwer gemacht hat: Viktor Frankenstein.

Auch akustisch kann "Erbe des Bösen" punkten. Musik und Geräuschkulisse sind klasse und sorgen für die richtige Atmosphäre. Die Sprecher sind ebenfalls ein Genuss: Allen voran Torsten Michaelis, der bereits bei seinen Auftritten in "Wildes & Holmes" für Gänsehautmomente gesorgt hat. Er ist wirklich der personifizierte Dracula. Doch auch Martin Sabel, Ilona Otto oder Marc Schülert liefern hier ab. Und am Ende hat dann noch Dietmar Wunder seinen gelungenen Gastauftritt als Viktor Frankenstein.
Fazit
Der Auftakt von "Dracula und der Zirkel der Sieben" ist ein voller Erfolg. Ein spannender, eigenständiger Plot, der leicht die übergeordnete Rahmenhandlung berührt, tolle Sprecher und eine gelungene Akustik - so muss ein neuer Serienauftakt sein. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Dracula weitergeht.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 11. Oktober 2020

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