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David Baldacci: Downfall

Downfall

von David Baldacci (Biografie)
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-453-27234-7

Preis: 22,00 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Mai 2021]
Clever, spannend und aktuell im Lokalkolorit

Schon der Ort ist symbolträchtig gewählt von David Baldacci und bietet in sich genau jene Problematik des "Rust-Belt", die in Amerika seit Jahren in Teilen des Landes die Entwicklung "ohne Hoffnung" am Ende sein lässt.
Ehemals prosperierende Städte, kleine und große (im Fall dieses Thrillers eine mittelgroße kleine Stadt), die zu Zeiten durch eine wirtschaftliche Monokultur "blühten" und seitdem "den Bach herunter gehen".

In Baronville, der Ort, an dem Amos Decker, der besonders begabte FBI Berater (nach einem Schädeltrauma mit einem perfekten Gedächtnis und anderen Besonderheiten ausgestattet) und seine Partnerin Alex Jamison nur die Schwester von Alex besuchen wollen. Und mitten hineingeraten in eine tödliche Umgebung, in der dunkle Kräfte noch dunkleren Machenschaften nachgehen. Und das in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauses der Schwester und ihrer Familie.

Die Barons, der letzte Erbe vor Ort tief verhasst, hatten zu Blütezeiten vielfache Reichtümer angesammelt, bis der Niedergang des Ortes ebenso mit deren Namen verbunden wurde.

Und, neben dieser Geschichte "amerikanischer Hoffnungslosigkeit", die durch eine zarte "Neuanpflanzung" wieder auf eine bessere Zukunft hofft, setzt Baldacci ebenfalls ein zweites, ebenso drängendes und hochaktuelles Thema mit in den Mittelpunkt seines souverän verfassten Thrillers.

Die zunehmende "Stillstellung", aber auch Abhängigkeit im Lande von schweren Schmerzmitteln, "Oxys".

Beides gibt dem Ort seine düstere Atmosphäre, beides sorgte und sorgt für menschliche Dramen und beides ha tun gewisser Weise mit den aktuellen Mordfällen zu tun.

Denn irgendwas geht vor in den vielen, leerstehenden Häusern der Stadt und zwei DEA Agenten haben dies bereits mit dem Leben bezahlt. Decker, der die beiden Opfer auffindet, wäre nicht Amos Decker, wenn er nicht auf seine Weise, mit seinen Methoden und, vor allem, seiner "Beisserqualitäten" sich tief in den Fall herein arbeiten würde. Ein Fall, der auch vor seiner engsten Umgebung nicht halt macht und in dem er selbst und seine Partnerin nach recht kurzer Zeit erkennbar auf der "Abschussliste" der Verbrecher stehen.
Fazit
Gewohnt flüssig erzählt Baldacci, vermittelt dabei dem Leser eine emotional dichte Atmosphäre des Niedergangs und der "verdorbenen Herzen und Leben", lässt aber auch "Loser" wieder zu neuer Kraft finden und hält souverän die verschiedenen Fäden der Handlung jederzeit in der Hand.

Auch wenn die Frage, wer hinter all dem steckt, eine ganze Strecke vor dem Finale bereits dem Leser klargeworden ist, die Spannung dieses Thrillers entsteht an sich nicht aus der Fragte, wer da was an Verbrechen begeht, sondern wie Decker dies löst und dem Gegner immer und immer wieder eine Nasenspitze voraus sein muss, um nicht selber als eines der Opfer auf der Strecke zu bleiben.

Eine hervorragende, packende, realistische und emotional treffende Lektüre.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 30. April 2021

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