Die schwarze Sonne: Folge 06: Whitechapel

Folge 06: Whitechapel

Verlag: Lausch [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-939600-18-3

Preis: 10,74 Euro bei Amazon.de [Stand: 25. September 2020]
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Nathaniel deSalis und Adam Salton kehren nach ihrer Expedition nach Tibet nach London zurück. Auf einer Party treffen sie berühmte Persönlichkeiten wie den Arzt Dr. Bell oder die jungen Schriftsteller Arthur Doyle und Abraham Stoker, die eben ihre ersten Werke veröffentlicht haben. Ein Thema dieser Party ist eine unheimliche Mordserie an Prostituierte, die das Londoner East End heimsucht. Unterdessen lebt der ehemalige BND-Agent Berger schon seit elf Jahren im 19. Jahrhundert und hat dort scheinbar seinen Platz gefunden. Doch dann wird eine mysteriöse Ratssitzung einberufen und Berger wird klar, dass sich sein Leben erneut gravierend ändern muss. Gravierendes steht auch bei den Nazis auf dem Programm. Mit Hilfe des britischen Forschers Richard Byrd soll eine Expedition die Arktis vorangetrieben werden, wofür der Führer eine rissige Geldsumme bereitgestellt hat.

Vorsicht! Wer noch keine Folge dieser Serie kennt und überlegt, in die Serie einzusteigen, kann spätestens hier das Lesen der Rezension abbrechen. Wie bei kaum einer anderen Serie ist es bei "Die schwarze Sonne" zwingend erforderlich, mit der ersten Folge zu beginnen, um im Ansatz alle Handlungsstränge zu kennen und nachzuvollziehen. Wer seid dieser ersten Folge dabei ist, wird in "Whitechapel" wieder mit einer Folge belohnt, die ihresgleichen sucht. Der Titel deutet ja schon an, dass Jack The Ripper eine Rolle spielen wird. Und was für eine. Geschickt werden alle bisherigen Schauplätze bedient, wobei die Handlung um Adam und Nathaniel den größten Teil einnimmt. Erste Mosaiksteinchen füllen das Puzzle und beim Hörer lichten sich dadurch erste Nebelschwaden. Dafür werden neue Fragen aufgeworfen (z.B.: Kommt Jack The Ripper aus der Zukunft?), die weiterhin dafür Sorgen, dass diese Serie, was Komplexität und Anspruch angeht, unerreicht bliebt. Man muss überaus aufmerksam bleiben, um alle Nuancen und verstecke Hinweise zu erkennen, doch gerade das zeichnet diese Hörspielserie aus.

Dazu passend gibt es eine akustische Umsetzung, die ebenfalls hervorragend ist. Egal ob man im East End Jack The Ripper jagt oder in einem Konferenzraum der Nationalsozialisten ist, die Geräuschkulisse ist jedes Mal perfekt in die Handlung eingebunden. Auch bei den Sprechern gibt es nur Positives zu berichten. Christian Stark und Konrad Halver brillieren als Adam und Nathaniel. Reiner Schmitt gibt hier sein Seriendebüt als britischer Forscher Richard Byrd, welches ebenso gelungen ist, wie das von Kim Frank als Arthur Doyle. Mit sechzig Minuten ist "Whitechapel" die bisher kürzeste Folge, die aber so spannungsgeladen und abwechslungsreich ist, dass man sich förmlich nach der nächsten Episode sehnt.
Fazit
"Die schwarze Sonne" setzt weiterhin Maßstäbe in Sachen komplexe und gut durchdachte Hörspiele. "Whitechapel" untermauert eindrucksvoll, dass man es sehr gut schaffen kann, eine überaus verschachtelte und Handlung mit Fakten und Fiktion zu mischen. Der Hörer wird ordentlich gefordert, dafür aber auch mit einem spitzenmäßigen Plot belohnt.
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 12. September 2020

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