David Baldacci: Die Kampagne

Die Kampagne

Verlag: Bastei Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-404-16368-7

Preis: 9,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 29. September 2016]
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Das verwackelte Video eines Russen, der vor laufender Kamera gefoltert wird, versetzt die Welt in Aufruhr. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht, dass die russische Regierung in großem Stil sein eigenes Volk aus dem Weg räumt. Der Konflikt spitzt sich weiter zu. Die großen Nationen rüsten auf und es droht ein neuer globaler Krieg ungekannten Ausmaßes. Nur Shaw, Agent einer multinationalen Gehemdiesnorganisation, soll die Wahrheit hinter den Gräueltaten aufdecken. Anfangs unwillig lässt er sich auf den Fall ein, da ein Schicksalsschlag seine persönliche Motivlage erheblich verändert. Zusammen mit der alkoholkranken Pulitzerpreisträgerin Katie James, versucht Shaw einen erneuten Weltkrieg zu verhindern.

Nach dem Camel Club und den Abenteuern von Sean King und Michelle Maxwell legt der Amerikaner David Baldacci mit "Die Kampagne" den Start einer weiteren Romanserie vor. Ein Start, der etwas stotternd ist. Dabei hat David Baldacci ein Szenario entworfen, dass durchaus tragfähig wäre. Drahtzieher der Ereignisse ist der superreiche Konzernchef Nicolas Creel, der mit dem Aufrüsten aller Staaten seine Geschäfte gewaltig ankurbeln möchte.

Leider entwickelt der Plot nur wenig Spannung. Bedingt durch die Tatsache, dass Nicolas Creel als Schurke bekannt ist, nimmt Baldacci dem Leser einen Großteil der Spannung weg. Auch die Frage, wer der Maulwurf in den Reihe des Bösen ist, ist für versierte Thrillerleser nicht wirklich eine Überraschung.

Mit Shaw und Katie James schickt David Baldacci ein weiteres gemischtes Doppel in die Literaturwelt. Hier muss die Frage gestattet sein, warum? Denn sowohl Shaw, als auch Katie James sind gewöhnungsbedürftige Charaktere. Das ist nicht schlimm. Im Gegenteil. Gute Thriller leben von der Tatsache, dass die Hauptfiguren nicht so glatt und perfekt sind. Doch bei allen Ecken und Kanten gelingt es David Baldacci in diesem Roman nicht, die Figuren so einzuführen, dass der Leser wirklich Anteil an ihrer Geschichte nimmt. Dies wird auch dadurch untermauert, dass schnell klar wird, welchen Schicksalsschlag Shaw erleiden wird. Auch hier ist "Die Kampagne" bestenfalls Mainstreamdurchschnittskost.
Fazit
"Die Kampagne" ist ein schwächerer Titel von David Baldacci. Neben King und Maxwell hätte er nicht noch ein weiteres männlich/weibliches Figurengespann ins Rennen schicken müssen. Diesen Fall hätten auch die schon existierenden Serienfiguren Sean King und Michelle Maxwell lösen können.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 28. April 2010

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