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Darstellung und Geschichte der westlichen Erzählliteratur von der Antike an
Epochen, Gattungen und Werke bilden auf der einen Seite den Bereich der historischen Betrachtung der Erzählliteratur, der in diesem Handbuch seinen Platz findet, auf der anderen Seite kommen in systematischer Betrachtungsweise auch die Formen und Funktionen der entsprechenden Literatur ausführlich zu Wort. Wobei von Beginn an festzuhalten ist, dass dieses Buch mit einem hohen wissenschaftlichen Anspruch versehen ist und... – weiterlesen (Rezension vom 27. Januar 2012)
Für den Wissenschaftsjournalisten Dieter E. Zimmer war das Thema Erblichkeit von Intelligenz längst abgeschlossen, als Thilo Sarrazin (Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen ) es für seine populistische Streitschrift zur mangelhaften Integration von Migranten in Deutschland wieder ausgrub. Zimmer hatte sich mit der Erblichkeit messbarer Intelligenz seit 1974 beschäftigt und erlebte den Aufruhr, den das Thema verursachte, anhand der Leserreaktionen auf seine Artikel in der... – weiterlesen (Rezension vom 27. Januar 2012)
Auf der Spur des Vaters
"Als mein Vater beerdigt wurde, war er schon acht Jahre so gut wie tot".
Und, das vor allem, zwischen dem jungen Marcel und seinem Vater gab es kein wirkliches, enges Band. Ein schweigsamer Mann, das war Marcels Vater. Einer, der, wenn es ernst wurde, gerne Lärm macht, um der Situation zu entfliehen, das war Marcel als Kind. So blieb viel vom Leben des Vaters im Dunkeln. Obwohl viel zu erzählen gewesen wäre, Denn als Mitglied der Resistance stand ein erlebnisreiches... – weiterlesen (Rezension vom 26. Januar 2012)
Eindrucksvolle Biographie zweier "Naturen"
Schon Titel und Untertitel des Buches verdeutlichen den Weg, den Gerhard Schulz, Professor für deutsche Sprache und Literatur im Buch zu gehen gedenkt.
Einerseits Werk und Schaffen des Dichters Novalis fundiert und im Lebenszusammenhang dem Leser vor die Augen zu führen, andererseits das "eigentliche" Leben des Mannes Friedrich von Hardenberg nachzuvollziehen. Ein "alltägliches" Leben, welches auf den ersten Blick in... – weiterlesen (Rezension vom 24. Januar 2012)
Johannes träumt davon, eines Tages Schiffbauer zu sein. Nina Blazons Hauptfigur hat noch einige Lehrjahre als Tischler vor sich, ehe an eine Spezialisierung auch nur zu denken ist. Johannes ist aus Moskau nach St. Petersburg zu seinem Onkel Michael in die Lehre gekommen. Da der Onkel bereits ein alter Mann ist und keinen Nachfolger für die Tischlerei hat, könnten Johannes Träume von der Seefahrt schon bald ausgeträumt sein. Am Ufer der Newa plant Zar Peter zu Beginn des 18. Jahrhunderts, den Sümpfen... – weiterlesen (Rezension vom 24. Januar 2012)
"Die Zeiten sind wohl endgültig vorbei, in denen allein die Tatsache, dass man als Junge geboren wurde, schon zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Bei vielen Schuljungen scheint diese Botschaft noch nicht so richtig angekommen zu sein, jedenfalls überlassen sie, wenn es um gute Schulnoten oder anspruchsvolle Schulabschlüsse geht, den Mädchen scheinbar kampflos das Feld. Umgekehrt sind auch die Mädchen noch nicht in der Lage, aus ihrer schulischen Überlegenheit die nötige Zuversicht zu schöpfen.... – weiterlesen (Rezension vom 23. Januar 2012)
"Das Rumoren der verschluckten Welt, die Unverwüstlichkeit von menschlicher Arbeit und von love politics, der Kältestrom, die unsichtbare Schrift der Vorfahren - das sind die Themen. DAS FÜNFTE BUCH heißt dieser Band, weil er im Dialog mit den vorangegangenen vier Bänden meiner Erzählungen steht. Wie in meinem ersten Buch, das ich 1962 veröffentlichte, geht es um LEBENSLÄUFE. Die Geschichten sind teils erfunden, teils nicht erfunden." (Aus dem Vorwort des Buches)
Alexander Kluge ist... – weiterlesen (Rezension vom 23. Januar 2012)
2. Auflage des Einführungsbuches
"Gedächtnis" "ist ein Thema, das zusammenführt wie kaum ein anderes".
Mit diesem Satz aus der Einleitung eröffnet Astrid Erll in der zweiten Auflage des Buches bereits in bester Weise das umfassende Spektrum ihres Themas. Weit übergreifend beschäftigen sich gegenwärtig die verschiedensten wissenschaftlichen Fachrichtungen und kulturelle Symbolsystem mit der "Erinnerungspraxis und deren Reflektion". Nicht umsonst hat sich "Gedächtnis... – weiterlesen (Rezension vom 23. Januar 2012)
"Affektive Erinnerung. Unfreiwillige Erinnerung. Ich wurde von Erinnerungen heimgesucht, die ich vergessen glaubte. Wohin ich mich auch wende, sie rufen einander. Sie dringen durch eine Art Bresche ein und tauchen wieder auf. Und ich weiß zugleich, dass ich mich noch so sehr bemühen kann, nichts zu verlieren, es wird nicht alles wiederauftauchen. Auch wenn manchmal Bruchstücke, manchmal Fetzen erscheinen - es wird immer eine Zeit geben, zu der ich keinen Zugang habe. Im Unmittelbaren des Heutigen,... – weiterlesen (Rezension vom 22. Januar 2012)
Normalerweise folgt auf ein gutes Buch, manchmal auch ein weniger gutes, ein guter oder auch weniger guter Film. Hier in diesem Fall war es umgekehrt. Nachdem die gelernte Drehautorin Lise-Marie Dickreiter das Drehbuch für eine überaus erfolgreichen Film geschrieben hatte, legt sie nun, nicht weniger gelungen, zu der gleichen Story ein Buch vor. Es ist ein bewegender und tiefgehender Roman über das Schicksal einer Familie, die versucht, mit einem unsäglichen Verlust umzugehen.
Ein Jahr ist es... – weiterlesen (Rezension vom 22. Januar 2012)