Michael Robotham: Schweige still

Schweige still

Verlag: Goldmann Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-442-31505-5

Preis: 15,90 Euro bei Amazon.de [Stand: 19. Januar 2020]
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Hervorragender Start mit neuem Personal

Da wird ein kommender Stern am Eislaufhimmel im Wald tot aufgefunden. Mit allem, was dazugehört. Verdacht auf Vergewaltigung, Samenspuren im Haar, fast ertrunken, vorher erschlagen und am Ende erstickt. Eine Leiche, die viele Fragen im Umfeld aufwirft, ein Mord, der Eltern erschüttert, den Onkel als Trainer des Mädchens aus der Bahn wirft.

Und ein Verbrechen, dass durch Lenny, die erfahrene Ermittlerin, dann Cyrus Haven auf den Plan ruft. Ein umfassend tätowierter Psychologe mit ganz eigener Methode, erfahren und still, einer, der das Schweigen bei Vernehmungen sich ausbreiten lässt und einer, der selbst in seiner Kindheit Zeuge eines furchtbaren Verbrechens an seiner Familie wurde. Ein Trauma, das er mit sich trägt, das ihn aber in seiner Arbeit keineswegs behindert, sondern er andere Möglichkeiten in den Raum setzt, als sie "normale" Psychologen wohl hätten.

"Ich werde nicht darüber sprechen, was mit mir passiert ist. Und ich spiele auch nicht glückliche Familie!".

Dabei ist Cyrus einer, der, nebenbei zunächst, auch Kontakt erhält zu einem Mädchen, um die 18 Jahre alt (was keiner so genau einschätzen kann), für deren Biographie sich Robotham etwas ganz Besonderes hat einfallen lassen. Mit einer Fähigkeit versehen, Menschen anzusehen, ob sie die Wahrheit sagen oder lügen, die Cyrus noch manches Mal nützlich sein könnte.

"Ich bin glücklich dort, wo ich bin. Ich habe mich aus halbzerbrochenen Teilen zusammengesetzt. Ich habe gelernt, wie man sich versteckt..." - und das hat Evie, die junge Frau, sehr erfolgreich unter äußerst belastenden Umständen in Ihrem Leben gelernt. Umstände, die Robotham kunstvoll wie nebenbei erzählt, bei denen dem Leser aber alle Haare zu Berg stehen, wenn man die kargen Sätze hier und da liest.
Fazit
Während der Fall sich ganz langsam weiter und weiter entfaltet, Geheimnisse des toten Mädchens ans Licht geraten, die immer noch keine Lösung des Mordes zunächst hervorbringen, aber einen sehr verwickelten Ablauf zunächst andeuten und dann für den Leser als harte Nuss in den Raum setzt.

Und wer die Vorgängerthriller von Robotham kennt und zu schätzen weiß und sich fragt, ob es eine Verbindung mit diesem anderen Psychologen gibt, den Robotham ebenso erfolgreich wie spannend lange Jahre in den Raum gesetzt hat, der wird dann auf der letzten Seite auch noch fündig.

Seiten, auf denen sich auch der Fall des toten Mädchens mit überraschenden Wendungen und einem "feurigen Finale" auflösen wird und dieser Thriller den Leser damit in bester Weise, sprachlich wie inhaltlich und was die hervorragend in den Raum gesetzten Figuren angeht unterhält.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 10. Januar 2020

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