Miachael Robotham: Die Rivalin

Die Rivalin

Verlag: Goldmann Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-442-31409-6

Preis: 14,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 20. Januar 2018]
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Immer für eine Überraschung gut

Vorweggesagt, im Vergleich zu den vorhergehenden Werken Robothams nutzt der Autor in diesem "Schwangerschaftsthriller" eine noch einfachere, übersichtliche Sprache, die zwar hier und da die ein oder andere Finesse vermissen lässt und durchgehend einfach und glatt vorlliegt.

Was aber zum Inhalt und der Geschichte, die Robotham erzählt, bestens passt.

Denn die beiden Hauptfiguren, zwei schwangere Mütter (zumindest wird dies so zu Beginn des Romans eingeführt), aus deren ständig wechselnder Perspektive Robotham die Geschichte mit Tempo vorantreibt.

Dass dabei Agatha "ihre "Meg" schon länger kennt als Meg Agatha, dass Agatha sich mit Meg, ihrer familiären Situation und ihrer nun dritten Schwangerschaft samt dem Grundriss deren Hauses bestens auskennt, während Meg zunächst mit den ihr ähnlichen, anderen Müttern ihre Zeit verbringt, schon dies zeigt dem Leser zu Anfang, dass mehr hinter all dem stecken könnte, als nur zwei Frauen aus sehr unterschiedlichen sozialen Prägungen, die einander zufällig begegnen und sich ein wenig vertraut werden.

Denn schon die Begegnung ist nicht zufällig. Agatha ist durch das gesamte Buch hinweg (bis nicht nur ihr, sondern allen Vieles entgleitet) strategisch jederzeit auf der Höhe, was das Verfolgen ihrer Ziele angeht.

Ziele, die etwa nach dem ersten Drittel des Werkes dem Leser als Ahnung in den Sinn kommen und die dramatische Wendungen zur Folge haben werden.

Was nicht nur an der spannenden Entwicklung der Schwangerschaften und des Verhältnisses der beiden Frauen zueinander liegen wird, sondern für das einige kleinere Steinhaufen wichtig werden (was Agatas Vergangenheit, aus sich ihre Gegenwart speist) angeht, sondern was ebenso Megs Verhalten betreffen wird, was in ihren Augen unverzeihlich werden wird und ihre Ehe, die gesamte Familie und sie selbst unter fast unerträgliche Reibung setzen wird, die jederzeit zu einem GAU führen kann.

Wobei es Robotham gelingt, immer wieder noch eine neue, unerwartete Wendung einzubauen (der "Verlobte" Seefahrer, der offiziell als Vater des Kindes von Agata gilt, darauf aber zunächst und lange nun wirkliche keine Motivation entwickelt, sich aber völlig anders noch entwickeln wird).
Fazit
Ein Buch wie aus einem Guss, dass harmlos beginnt, sich umgehend steigert, eine dunkle Wolke der Spannung von Beginn an über den Personen und dem Geschehen aufsteigen lässt und durch zwar nicht völlig ungeahnte, dennoch aber bestens gesetzte Überraschungen und Neuausrichtungen des Erzählstrangs den Leser durchgehend fesselt.

Bis hin zum durchaus dramatisch zu nennenden Finale, das ebenfalls eine unerwartete Wendung nehmen wird gerade, als dem Leser doch absolut klar erscheint, was nun als "finaler Schuss" stattfinden müsste.

Eine anregende Unterhaltung allemal, die Robotham hier wieder abliefert.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 10. Januar 2018

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