Lisa Jackson: You will pay

You will pay

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-426-65428-6

Preis: 14,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 20. November 2018]
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Lange verschwundene Mädchen, aktueller Aufruhr und frische Bluttaten

Reverend Jeremiah und seine Frau Naomi schienen vor 20 Jahren die Leuchttürme an biblischer Erleuchtung, festem Glauben und genau jener Geistliche mit seiner stringenten Herzdame zu sein, denen Eltern gerne ihre Kinder in den Ferien anvertrauten. "Für eine gottesfürchtige Ausrichtung". Mitsamt der, nach außen hin, ebenfalls charakterfesten Gruppe jugendlicher Helfer, allen voran der Sohn des Reverend und Stiefsohn dessen damaliger Frau. Doch zwei Mädchen sind damals verschwunden. Bis heute, zwanzig Jahre später, nicht auffindbar. Lucas, der Sohn Jeremiahs, ist vor Ort geblieben und nun Deputy-Sheriff.

Jeremiah ist in der Nähe und versucht seit einiger Zeit, das riesige Gelände der Kirche, seit den Ereignissen damals brachliegend, zu verkaufen. Inzwischen geschieden von seiner "starken Hilfe" Naomi (deren Erbe im Übrigen dieses Land darstellt). Eine Trennung, an der Lucas nicht unbedingt völlig unbeteiligt war, deren wahren Gründe aber dennoch weitab in nicht sichtbaren Gefilden noch lauern. Und nun ist dieser Knochen, dieser Schädel in einer Höhle am Meer gefunden worden.

Die Familien der beiden verschwundenen Mädchen hoffen und bangen, die Polizei bestellt alle damals Anwesenden, vor allem die "Helferbrigade", zu Gesprächen ein. Aus zwei Zeitperspektiven erzählt Jackson in eher simpel zu nennender Sprache, aber mit Zug und Tempo, diesen Fall. Der vor allem deswegen sich auch mit innerer Spannung gestaltet, weil damals wie heute die inneren Beziehungen der damals Jugendlichen und heute im mittleren Alter sich bewegenden Männer und Frauen viel Ungeklärtes und auch 20 Jahre später noch aktuell reibendes in sich tragen. Positiv wie negativ.

Wobei doch das ein oder andere Mal emotionale Zustände oberflächlich geschildert wirken und zu rasch schwankend den Personen zugeordnet werden. Was den Gesamtablauf nicht stört, hier und da aber doch den Leser kurz irritiert. Das zumindest damals die Gruppe vielfach anderes nachts zu tun hatte, als die anvertrauten Kinder zu beaufsichtigen, dass ist da nur eine erste, noch verständliche Spitze eines Eisberges an Vergnügen, Sex, Eifersucht, Neid, Hass, Liebe, naivem Gottglauben, bigotter Verkündigung, nackter Angst um die Zukunft einerseits und romantischer Hoffnungen andererseits, die in einem Verbrechen kulminieren werden. Woher aber in der Gegenwart jene SMS kommen mit dem Bild eines Mädchens im Sarg und den Worten "Strafe muss sein"? Für wen? Warum jetzt noch? Und ja, es wird nicht ohne weitere Tote zu Ende gehen, wobei die eigentliche Auflösung all dessen, was als Zustände damals im Camp herrschten, noch tiefere Untiefen bereithalten wird, als der Leser zu diesem Zeitpunkt noch ahnt.
Fazit
Gute Unterhaltung liefert der Thriller allemal, einige wenig Längen müssen dabei überstanden werden und auch wenn manches Mal die sprachliche Differenzierung nicht im Vordergrund steht, Spannung ist auf jeden Fall geboten.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 07. März 2018

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