Sabine Kornbichler: Wie aus dem Nichts

Wie aus dem Nichts

Verlag: Piper Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-492-30873-1

Preis: 12,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 22. Oktober 2017]
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Munter erzählt

Dana hat sich eingerichtet, im Leben. Denkt sie. Als Leiterin einer "Alibi Agentur" versteht sie sich bestens mit ihren beiden Mitarbeitern (auch wenn einer der beiden ausgeprägte Eigenarten an den Tag legt), freut sich des Lebens und schwebt gerade im Himmel der Liebe mit ihrem Alexander. Gut, der Mann hat eigentlich noch eine Beziehung, aber da will er reinen Tisch machen und "seiner Biggi" die Wahrheit eröffnen. Dass Alex zudem investigativer, verdeckt arbeitender Journalist ist, dass zudem Dana ihm bei dieser Arbeit behilflich ist (unter falschem Namen arbeitet sie gerade bei einem Mann, den Alexander "enttarnen" möchte und dafür Material benötigt), erhöht den Reiz der jungen Liebe für sie noch.

Bis es dann eines morgens an der Tür klingelt, Biggi scheinbar um einiges früher als angekündigt von einer Reise zurückkehrt und nun unvermittelt das Trennungsgespräch anzustehen scheint. Dana versteck sich auf der Empore der Maissonette Wohnung und muss zu ihrem Grauen miterleben, wie dumpfe Geräusch ertönen und kurz darauf ein Mann mit einer Fuchsmaske vor dem Gesicht in aller Ruhe beginnt, die Wohnung zu durchsuchen (und dabei auch ihrem Versteck gefährlich nahekommt). Als die unmittelbare Gefahr der Entdeckung für sie vorüber ist, findet sie ihren Geliebten und eine Frau, in der sie Biggi vermutet, erschossen im Flur.

Und als sei das nicht Schock genug für die junge Frau, muss sie, nach ihrer kurzen Vernehmung, bei ihrer Rückkehr in die eigene Wohnung feststellen, dass dort eingebrochen wurde. Nichts scheint zu fehlen, doch ungut denkt sie an den Mann mit der Fuchsmaske zurück. Zudem dauert es nicht lange, bis ihr mit Hilfe Ihres Freundes Henry und der Polizei klar wird, dass Alexander jemand anderes zu sein scheint, als sie dachte. Keine Hinweise auf eine Tätigkeit als Journalist sind zu finden, die verschlossene Tür, die sie in seiner Wohnung nie öffnen dürfte, führt gar nicht in ein streng gehütetes Arbeitszimmer und die tote Frau heißt nicht Biggi. Eine Biggi, die es gar nicht zu geben scheint.

Das nebenbei ihr "Arbeitgeber" und Objekt ihrer eigenen verdeckten Ermittlungen ihre Kündigung nicht akzeptieren will und dass der Mörder ihres Alex auch ihren Namen kennt führt zu mehr und mehr Unklarheiten, die auch der Leser angeregt verfolgt und sich ebenfalls fragt, was da eigentlich wirklich passiert sein könnte und warum. Das ganze erzählt Kornbichler in munterer, einfacher Sprache und führt ihre Geschichte stringent voran.

Sicher mit einigen Abschweifungen zu Nebenfiguren hin, bei denen nicht klar ist, was diese zum roten Faden des Buches eigentlich beitragen (der Mann mit dem Spaten und andere) und hier und da auch mit übertrieben "coolen" Reaktionen (wenn man zwei Tote findet, davon einen, mit dem man gerade eben noch gemeinsam im Bett lag und zudem von frischem Blut zweier Leichen besudelt ist, ohne Weiteres aber ein wenig später ohne Zeichen des Schocks weitermacht). Die überraschende Lösung des Falles, die sich im Vorfeld nur hintergründig andeutet, bringt den Leser dann aber wieder mitten hinein in die Ereignisse.
Fazit
Eine solide und anregende Unterhaltungslektüre.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 30. November 2016

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