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Traugott Giesen (Hg.): Kleiner Bruder 2013 Traugott Giesen (Hg.): Kleiner Bruder 2013
Nun habe ich den "Kleinen Bruder" schon zum dritten Mal erhalten und ich möchte ihn nicht mehr missen. Jenen von meinem ehemaligen Pfarrerkollegen Traugott Giesen herausgegebenen Gedichtekalender, den C.H. Beck vor zwei Jahren von dem aufgelösten Verlag Langewiesche -Brandt übernommen hat, um ihn weiterzuführen. Für jeden Monat des Jahres 2013 hat Giesen wieder zwei Gedichte aus dem großen lyrischen Schatz der deutschen Sprache herausgesucht. Alte und klassische Gedichte von Andreas Gryphius, Friedrich Hölderlin und Johann Wolfgang von Goethe etwa, sind dabei, aber auch sehr moderne Gedichte. So habe ich mich sehr gefreut über das schöne Hoffnungsgedicht von Marie Luise Kaschnitz mit dem Titel "Dies immer noch" und den Klassiker, den ich einmal auswendig lernen durfte: "Herr... – weiterlesen (Rezension vom 13. Januar 2013)
 
Peter-André Alt: Friedrich Schiller Peter-André Alt: Friedrich Schiller
Die Reihe "Wissen" des C.H. Beck-Verlages ist bekannt dafür, komprimierte aber hochinformative Kurzeinführungen zu Leben und Werk der portraitierten Persönlichkeiten anzubieten. Gerade zu Friedrich Schiller sind im Schillerjahr 2005 zahlreiche hochgelobte und wichtige Biographien erschienen, darunter die rund 1400 Seiten starke Lebens- und Werkbeschreibung in zwei Bänden dieses Verfassers. Eine Kurzfassung wird in diesem Werk geboten. Das interessante an diesem Buch ist der hohe Anteil an Werkanalyse und Interpretation. Von den rund 120 Seiten liefert der Literaturhistoriker Alt mit den ersten 19 Seiten eine kurze Einführung in Schillers Leben: "Eine Biographie im Zeichen des Ruhms" und geht dann sofort zur Werkanalyse über. Die Räuber, Aspekte der Jugendlyrik und die... – weiterlesen (Rezension vom 28. Dezember 2005)
 
Corrado Augias: Die Geheimnisse des Vatikan Corrado Augias: Die Geheimnisse des Vatikan
Neverending Story Was ist nicht alles schon in den letzten Jahrhunderten über die katholische Kirche mit ihrem Zentrum in Person der Päpste und im Ort des Vatikan geschrieben worden. Thriller, Lobpreisungen, Sachbücher, kritische Auseinandersetzungen, Hasstiraden, mystisches und politisches. Wohl kaum eine Institution und kaum eine Religion polarisiert auf dieser Welt schriftstellerisch in gleicher Weise wie der Katholizismus mit seinen Dogmen, seiner Inquisition, seinen geheimnisvollen und verschwiegenen (auch finanziellen) Wegen und seinen, immer wieder mythisch-spanennden "Geheimarchiven". In diesem Reigen der Veröffentlichungen gedenkt Corrado Augias einen besonderen Akzent nun zu setzen. Wie der Titel des Buches verrät, will er, als intimer Kenner, den Geheimnissen des... – weiterlesen (Rezension vom 01. Juli 2011)
 
Benjamin R. Barber: Imperium der Angst: Die USA und die Neuordnung der Welt Benjamin R. Barber: Imperium der Angst: Die USA und die Neuordnung der Welt
Zur Zeit erscheinen zahlreiche Bücher, die sich kritisch mit der Innen- und Außenpolitik der Vereinigten Staaten unter George W. Bush Junior auseinandersetzen. Sie gehören, wie etwa Joseph Nye (Das Paradox der Amerikanischen Macht), den linksliberalen Ostküstenestablishment an und in der Politikwissenschaft zur Denkschule der Liberalisten bzw. Institutionalisten. Sie kritisieren die neokonservative Denkschule von Wiliam Kristol und anderen Vertretern dieser Richtung, die in der Bush-Administration heute die Außenpolitik der Vereinigten Staaten bestimmen. In seinem vorliegenden Werk übt Barber, scharfe Kritik an der Präventivschlagdoktrin des amerikanischen Präsidenten. Er konstatiert, der "gutmütige Hegemon" USA sei zu einem "Imperium der Angst" geworden, das weder Freiheit... – weiterlesen (Rezension vom 09. Dezember 2003)
 
Matthias Becher: Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt Matthias Becher: Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt
In diesem Jahr jährt sich ein Jubiläum, das in Deutschland wohl eher wenige Menschen zur Kenntnis nehmen werden, das aber dennoch bedeutend ist: das 1500. Todesjahr des fränkischen Königs Chlodwig I., dem Gründer des Frankenreichs, deren späterer König und Kaiser Karl der Große heute oft zum "Vater Europas" stilisiert wird. Doch waren die politischen Erfolge der Karolinger, die seit 751 die fränkischen Könige stellten, nicht möglich ohne die Leistungen des vorherigen Königshauses der Merowinger. Deren Anfänge und die Geschichte ihres wohl bedeutendsten Königs Chlodwig werden in dem vorliegenden Buch geschildert. Der Autor, Matthias Becher, ist ein ausgewiesener Kenner der karolingischen Geschichte, der vor kurzem auch einen knappen vergleichenden Überblick zu den Merowingern und... – weiterlesen (Rezension vom 30. März 2011)
 
Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich
Mit dem ostfränkischen König Otto I. ("der Große", gestorben 973) beginnt die deutsche Geschichte - so zumindest eine geläufige Annahme. In der neueren Forschung wird dies differenzierter und kritischer betrachtet. Dennoch ist die Regierungszeit Ottos sicherlich eine bedeutende Phase der mittelalterlichen Geschichte. 2012 jährt sich die Kaiserkrönung Ottos des Großen im Jahr 962 zum 1050. Mal. Aus diesem Anlass findet nicht nur eine große Sonderausstellung zum Thema Kaisertum in Magdeburg statt, sondern es erscheint mit diesem Werk von Matthias Becher auch eine neue Biographie des Kaisers. Bereits 2001 erschien eine umfassende Biographie Ottos, verfasst von dem leider bereits verstorbenen Historiker Johannes Laudage. Becher nimmt Bezug darauf und erklärt, dass eine neue Darstellung... – weiterlesen (Rezension vom 24. Mai 2012)
 
Peter Beinart: Die amerikanischen Juden und Israel. Was falsch läuft Peter Beinart: Die amerikanischen Juden und Israel. Was falsch läuft
Als das vorliegende Buch des amerikanischen Journalisten und Politikwissenschaftlers Peter Beinart 2012 unter dem Titel "The Crisis of Zionismn" in den USA erschien, löste es unter den Juden Amerikas und den Israel wohl gesonnenen politischen Kräften des Landes eine heftige Debatte aus, denn er übt insbesondere an den amerikanischen jüdischen Organisationen eine scharfe Kritik. Sie stellten sich kritiklos in den Dienst einer israelischen Regierung, die an der Besetzung und der illegalen Siedlungspolitik festhält und somit nicht nur einer Friedenslösung mit den Palästinensern im Wege steht, sondern auch die Existenz Israels als einziger Demokratie im Nahen Osten aufs Spiel setze. Während immer weniger junge amerikanische Juden sich mit Israel identifizieren, geben die jüdischen Organisationen... – weiterlesen (Rezension vom 09. Juni 2013)
 
Albrecht Beutelspacher: Geheimsprachen - Geschichte und Techniken Albrecht Beutelspacher: Geheimsprachen - Geschichte und Techniken
Albrecht Beutelspacher ist Mathematiker an der Universität Gießen. Im Jahre 1997 schrieb er dieses Werk, welches sich mit verschiedenen Verschlüsslungstechniken beschäftigt, ähnlich wie Simon Singhs "Codes". In chronologischer Reihenfolge erklärt Beutelspacher die verschiedenen kryptographischen Möglichkeiten. Angefangen bei Cäsar, wird dem Leser klar, wie man Botschaften so übermitteln kann, dass nur derjenige, der die Entschlüsslung kennt, den Text lesen kann. Viele verschiedene Techniken werden miteinander verglichen, dabei nennt Beutelspacher aber viele mathematische Formeln, die zum Teil nicht leicht sind. Positiv sind die trotz allem leichte Verständlichkeit und das Literaturverzeichnis am Ende des Buchs. – weiterlesen (Rezension vom 23. Januar 2003)
 
Stephan Bierling: Geschichte der amerikanischen Außenpolitik: Von 1917 bis zur Gegenwart Stephan Bierling: Geschichte der amerikanischen Außenpolitik: Von 1917 bis zur Gegenwart
Stephan Bierling hat eine hervorragende Einführung in die Geschichte der amerikanischen Außenpolitik seit 1917 auf 270 Seiten vorgelegt. Dabei geht er in einem Abschnitt auch auf die Geschichte der amerikanischen Außenpolitik seit ihrer Gründung im Jahre 1789 ein und macht seine Darstellung plausibel. Ähnlich wie Christian Hacke in seiner - wesentlich umfangreicheren - Darstellung über die amerikanische Außenpolitik von Kennedy bis Bush "Zur Weltmacht verdammt" (aktualisierte Ausgabe 2003) geht Bierling auf die Institutionen (Präsident, Kongress, gesellschaftliche Akteure) ein und beleuchtet kurz auch die Voraussetzungen der amerikanischen Außenpolitik (Raum, Wirtschaftskraft, Geschichte), bevor er eine knappe Darstellung der Außenpolitik von Wilson bis Bush junior gibt. Insbesondere... – weiterlesen (Rezension vom 23. Oktober 2003)
 
Gerd Blum: Giorgio Vasari Gerd Blum: Giorgio Vasari
Dieses sehr empfehlenswerte Buch des jungen Münsteraner Kunsthistorikers leistet ein Dreifaches: es ist auf der einen Seite eine sehr detaillierte und materialreiche Biographie von Giorgio Vasari, dem Mann, der die Renaissance "erfand". Gleichzeitig ist das Buch eine ganz hervorragende Kunstgeschichte einer Epoche, die die Kunst prägen sollte bis auf den heutigen Tag und die der Menschheit viele der schönsten Bilder geschenkt hat, die sie seither hervorgebracht hat. Und nicht zuletzt ist das Buch eine angenehme, eine regelrecht unterhaltsame Lektüre, mit leichter Feder geschrieben und ein exzellentes Beispiel dafür, wie man die Lebendigkeit der Kunstgeschichte und das Leben eines der sie prägenden Persönlichkeiten so darstellen kann, dass der Leser Lust darauf bekommt, noch tiefer... – weiterlesen (Rezension vom 10. Juni 2011)
 
Gian Domenico Borasio: Über das Sterben Gian Domenico Borasio: Über das Sterben
Ein nüchternes, sachliches und wichtiges Buch Weder emotional, philosophisch noch abstrakt fachlich legt Gian Domenico Borasio mit seinem schmalen Buch auf gut 200 Seiten einen nüchternen, sachlichen, überschaubaren und dennoch in der Atmosphäre warmen Bericht über jene Kenntnisse vor, die mit dem Sterben zu tun haben. Was ist der Stand der Dinge? Was können wir alle tun? Wie können sich Menschen auf das Sterben einstellen? Das sind die Kernfragen, denen sich Borasio in kompetenter Weise zuwendet, ohne das Buch fachlich zu überfrachten. Vielleicht mögen manche Leser daher am Ende der Lektüre einen gewissen fachlichen Tiefgang vermissen, gerade aber in der gewählten Darstellungsform bietet das Buch einen höchst öffnenden Zugang zu dieser existentiellsten Frage des Menschen und folgt daher... – weiterlesen (Rezension vom 04. Oktober 2011)
 
Gian Domenico Borasio: Über das Sterben Gian Domenico Borasio: Über das Sterben
"Was uns allen zu wünschen ist, ist ein nüchterner und gelassener Blick auf die eigene Endlichkeit. Dies erfordert eine ruhige und wiederholte Reflexion, am besten im Dialog mit den Menschen, die uns am nächsten stehen. Das passiert leider im Leben eher selten, und wenn, dann oft sehr spät. Nehmen wir uns die Zeit dafür." Sich diese Zeit zu nehmen, dazu lädt der 1962 geborene Lehrstuhlinhaber für Palliativmedizin an der Universität Lausanne und Lehrbeauftragte für Palliativmedizin an der TU in München, Gian Domenico Borasio, die Menschen ein, die zu seinem Buch gegriffen haben. Sie haben es wohl getan, weil sein Titel "Über das Sterben. Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen" etwas in ihnen ausgelöst hat, den Wunsch etwa, mehr über dieses Thema... – weiterlesen (Rezension vom 30. September 2011)
 
Ferdinand Bordewijk: Bint Ferdinand Bordewijk: Bint
Einen "Meister des Bizarren und Unausweichlichen" hat der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom den 1965 verstorbenen Schriftsteller Ferdinand Bordewijk genannt, dessen Bücher in seinem Heimatland bis in diese Tage zum Teil schon in der 40. Auflage gedruckt werden und fest im Lehrplan der dortigen Schulen verankert sind. Der C.H. Beck Verlag hat vor einigen Jahren den in den Niederlanden berühmten Roman "Charakter" veröffentlicht, der hierzulande aber leider kaum beachtet wurde. Das Buch handelte nicht wesentlich von einem Charakter oder dem Unterschied von verschiedenen Charakteren, sondern es handelte von der Eigenschaft "Charakter" in seiner ursprünglichen griechischen Bedeutung, wo es so viel heißt wie schneiden, ausschneiden, gravieren. "Charakter",... – weiterlesen (Rezension vom 20. Februar 2013)
 
Diane Broeckhoven: Kreuzweg Diane Broeckhoven: Kreuzweg
Ihre kleinen Bücher "Ein Tag mit Jules" und "Eine Reise mit Alice" haben mich vor Jahren begeistert und bewegt. Als ich das neue Buch von Diane Broeckhoven in die Hand nahm, erinnerte ich mich vor allem an den lyrischen Schluss der "Reise mit Alice", einem wunderbaren, sensiblen und zarten Buch über das Alter und seine Würde. Eine Hommage war das an die Liebe, die den Tod übersteht und mit hinübergeht über die Grenze, von wo noch keiner berichten konnte: "Verdunsten will ich. Verwässern. Wie neblige Tropfen Fieberschweiß Herabfallen auf meinen Rücken. Flüssig werden und in der gläsernen Wasserpfütze meine Seele sich widerspiegeln sehen. Eine Frau in Weiß, die Linda heißt und manchmal auch Lena, legt mir ein Handtuch um die Schultern und hüllt... – weiterlesen (Rezension vom 18. Januar 2013)
 
Michael von Brück, Regina von Brück: Leben in der Kraft der Rituale Michael von Brück, Regina von Brück: Leben in der Kraft der Rituale
Man muss schon den Untertitel des vorliegenden Buches genau beachten, um nicht einen Fehlkauf zu machen. Es geht um "Religion und Spiritualität in Indien", wo sich das Ehepaar von Brück seit fast drei Jahrzehnten immer wieder in einem bekannten Ashram aufhält und dort mit dem spirituellen Lehrer Swami Nityananda Giri viele Gespräche geführt hat. Indem die beiden Autoren genau beschreiben und darlegen, wie und welche Mythen und Rituale den indischen Alltag prägen, wollen sie gleichzeitig zeigen, wie und wo Rituale auch in unserer Lebenswelt und Lebenspraxis in Deutschland eine neue Bedeutung erlangen können. Doch genau dies wird nicht in einem eigenen Kapitel etwa getan, sondern man muss es sozusagen zwischen den Zeilen herauslesen. Natürlich ist es vollkommen richtig, was der... – weiterlesen (Rezension vom 27. Mai 2011)
 
Otto A. Böhmer: Sternstunden der Philosophie Otto A. Böhmer: Sternstunden der Philosophie
Das Buch behandelt fünfzehn Philosophen und deren Beitrag zur Philosophie. In der Einleitung wird der Gedanke von philosophischen Schlüsselerlebnissen an einigen Beispielen erläutert. Der Schriftsteller und Philosoph Niccolo Machiavelli war zunächst Politiker und wurde nach Verbüßung einer Gefängnisstrafe mit der Auflage des Berufsverbots als Politiker in die Verbannung geschickt. Das persönliche Unglück von Machiavelli sollte sich aber als Glück für die Geschichte der Philosophie erweisen. Machiavelli beginnt zu schreiben. Er denkt über die Politik nach und bringt seine Theorien zu Papier. In einer Zeit lebend, als Cesare Borgia das Land regierte, suchen seine Überlegungen nach den Qualitäten, die ein Herrscher haben muss, um für sein Land zu einem bestimmten Zeitpunkt gut zu sein. So kommt... – weiterlesen (Rezension vom 10. Januar 2004)
 
Jan Caeyers: Beethoven Jan Caeyers: Beethoven
Ein leidenschaftliches Buch Wirklich Neues, Aufregendes, bis dato Unbekanntes gibt es sicherlich nicht mehr zu Person und Leben Beethovens zu erzählen. Gut erforscht, vielfach in Fachbuch und Literatur verewigt sind die wesentlichen und wichtigen Fakten zu Beethovens Leben und Werk. Dass dieses Buch des Dirigenten, Musikwissenschaftlers und ehemaligen Leiters der Beethoven Akademie, Jan Caeyers, dennoch frisch, unverbraucht und mitreißend den Leser gefangen zu nehmen versteht, liegt an zwei Gründen. Zum einen ist und bleibt Beethoven ein Gigant der Musik. Bleibt einer, der ein Leben mit Brüchen und Leiden lebte, äußerlich durch seine Taubheit, innerlich durch seine Zerrissenheit, seine intensive, stetige Suche und "Sehnsucht nach dem Höheren". Immer wieder aufs Neue faszinieren... – weiterlesen (Rezension vom 12. März 2012)
 
Karl Christ: Geschichte der römischen Kaiserzeit Karl Christ: Geschichte der römischen Kaiserzeit
Die Zeit des ersten römischen Kaisers Augustus (27 v.Chr. - 14 n. Chr) bis zur Regierungszeit Konstantins des Großen (306 - 337) ist das Thema der Buches von Karl Christ. Diese Kernzeit der römischen Imperatoren beleuchtet Christ in seinem ausführlichen Werk, wobei er nicht nur Ereignisgeschichte widergibt, sondern gerade auch die sozialen Felder miteinbezieht, ganz der modernen anglo-amerikanischen Tradition der Geschichtsforschung verpflichtet. So wird beispielsweise der Aufbau des römischen heeres, die Entwicklung der Senatsaristokratie und die Entwicklung der Romanisierung, also der Annahme römischer Lebensweisen, in den Provinzen von Christ detailliert geschildert. Christ betont dabei Rankes Lehrsatz, dass "die alte Geschichte in die römische hineingiesst... und das die ganze neuere... – weiterlesen (Rezension vom 27. Februar 2003)
 
Karl Christ: Sulla Karl Christ: Sulla
Karl Christs Sulla-Biographie ist hervorragend. Sie bietet auf 236 Seiten eine kompetente und prägnante Darstellung eines der "meistgehaßten Persönlichkeiten der späten römischen Republik." Sulla verfolgte seine politischen Gegner gnadenlos und verbreitete - so Christ - Chaos und Terror. Seine politischen Gegner ließ er umbringen und schuf die ersten Hinrichtungslisten, Proskriptionen, in der römischen Geschichte. "Sullas Name wurde... zum Inbegriff von Grausamkeit und Inhumanität." Daher sei es verständlich, dass sich Althistoriker selten ausführlicher mit Sulla befassten. In der Tat ist das vorliegende Werk die einzig lieferbare neuere Sulla-Biographie. Für Sulla, der eine rätselhafte und widersprüchliche Persönlichkeit war, sei es aufgrund der unzulänglichen Überlieferungslage... – weiterlesen (Rezension vom 04. Januar 2003)
 
Johann Hinrich Claussen: Gottes Häuser Johann Hinrich Claussen: Gottes Häuser
Wer hat nicht schon einmal folgende Erfahrung gemacht: man ist im Urlaub und im Rahmen des Bummels durch die Stadt XY besucht man auch die eine oder andere mehr oder weniger berühmte Kirche. Staunend geht man schweigend durch die kühlen Räume, steht fassungslos vor den riesigen Säulen, Mauern und Kapitellen und fragt sich: wie haben die das damals alles so hin bekommen? Aber auch: was hat das alles zu bedeuten? Zu welcher Zeit gehört diese Kirche jetzt: ist das Romanik, Gotik oder Barock? Krampfhaft sucht man nach Erinnerungen an den Kunstunterricht in der Oberstufe, wenn überhaupt, und meistens verlässt man dann die Kirche zwar beeindruckt, aber genauso unwissend wie vorher. Das vorliegende Buch des Hamburger Hauptpastors und Privatdozenten für Systematische Theologie Johann Hinrich... – weiterlesen (Rezension vom 27. September 2011)
 
Joseph Coulson: Abnehmender  Mond Joseph Coulson (Biografie): Abnehmender Mond
Als Eddie Tollmann seinen Arbeitplatz während der Weltwirtschaftskrise verliert, muss die 6-köpfige Familie aus dem gemieteten Haus ausziehen und im Zelt hausen. Der mittlere Sohn Stephen erzählt aus seiner Perspektive, wie Mutter Jessica die Familie zusammenhält und die Kinder zuverlässig weiter zur Schule gehen. Weil sie sich keine Operation leisten können, erblindet Jessica, Eddie verlässt die Familie und taucht unter. Als Erwachsene haben die älteren Brüder Stephen und Phil Tollmann eine komplizierte Dreieckesbeziehung mit der Jazzpianistin Katherine, die aus Katherines Sicht erzählt wird. Auch Philips Sohn berichtet aus seiner Perspektive in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, wie die Tollmans familiäre Tragödien und Ereignisse der Zeitgeschichte erleben. Die Jugend von Philips Generation... – weiterlesen (Rezension vom 27. August 2006)
 
Gordon A. Craig: Ende der Parade: Über deutsche Geschichte Gordon A. Craig: Ende der Parade: Über deutsche Geschichte
Gordon A. Craig gehört zu den führenden angelsächsischen liberalen Historikern. Er hat sich sein Leben lang mit deutscher Geschichte beschäftigt und ist für sein fulminantes Werk: "Deutsche Geschichte von 1866-1945" ausgezeichnet worden. Um die deutsche Geschichte von Bismarck bis zur deutschen Wiedervereinigung dreht sich sein neues Buch. Es versammelt verschiedene Essays des Autors zur deutschen Geschichte. Er bespricht darin wichtige und wegweisende Titel zur neueren deutschen Geschichte, von Lothar Galls bekannter Bismarck-Biographie, John G. Roehls Aufsatzsammlung: "Kaiser, Hof und Staat", Henry Turners: "Hitlers Weg zur Macht", Henry Friedländers: "Weg zum NS-Genozid" oder Bullocks fulminante Doppelbiographie über Hitler und Stalin. Anhand dieser... – weiterlesen (Rezension vom 30. Juni 2003)
 
Ernst-Otto Czempiel: Weltpolitik im Umbruch: Die Pax Americana, der Terrorismus und die Zukunft der internationalen Beziehungen Ernst-Otto Czempiel: Weltpolitik im Umbruch: Die Pax Americana, der Terrorismus und die Zukunft der internationalen Beziehungen
Das vorliegende Buch des Frankfurter Politikwissenschaftlers Czempiel ist meines Erachtens sehr wichtig. Nach seinem bahnbrechenden Werk "Kluge Macht" aus dem Jahre 1999 legt er hier eine Neuauflage seines 1993 erschienenen Klassikers "Weltpolitik im Umbruch" neu auf. Seine wichtigste These ist, dass die Politik auf die Veränderungen in den 1990-ger Jahren, insbesondere den zunehmenden Einfluss der sogenannten "Gesellschaftswelt" nicht genügend reagiert habe. Das furchtbare Attentat vom 11. September 2001 in den USA sei vermeidbar gewesen, hätte sich die Politik auf diese Veränderungen seit 1990 eingestellt. Nun muss man Czempiel in seiner Gewichtung nicht folgen. Er gehört zur sogenannten "liberalistischen" Schule in den internationalen Beziehungen,... – weiterlesen (Rezension vom 03. April 2003)
 
Werner Dahlheim: Augustus. Aufrührer - Herrscher - Heiland Werner Dahlheim: Augustus. Aufrührer - Herrscher - Heiland
Gaius Octavius (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.), der Nachwelt besser bekannt als Augustus ("der Erhabene"), war eine zwiespältige, aber auch interessante Persönlichkeit. Augustus, Neffe Julius Caesars und erster römischer Kaiser, begann seinen Aufstieg nach dem Tod des Onkels 44 v. Chr., der ihn noch adoptiert hatte. Brutal, rücksichtslos und teils unter gewaltigen Schwierigkeiten schaltete er nach manchen Rückschlägen seine Konkurrenten um die Macht in der untergehenden Römischen Republik aus, bis er 30 v. Chr. Alleinherrscher war. Nach den blutigen Bürgerkriegen schuf er eine republikanische Fassade, wonach er nur der "erste Bürger" des Staates war, aber faktisch weiterhin die fast uneingeschränkte Kontrolle besaß, vor allem über die Gesetzgebung und die Armee. Die Zeit des... – weiterlesen (Rezension vom 27. April 2012)
 
Werner Dahlheim: Die Welt zur Zeit Jesu Werner Dahlheim: Die Welt zur Zeit Jesu
Biographisch angelegte Darstellungen zu Jesus von Nazareth gibt es massenhaft. Gleich, wie man zum Christentum oder generell zum Konzept von Religion steht, so hat das Leben, vor allem aber die Wirkungsgeschichte des Nachlebens eines Zimmermanns am Rande des römischen Imperiums die Weltgeschichte ganz entscheidend beeinflusst. Werner Dahlheim, ein Kenner der römischen Kaiserzeit und zugleich ein guter Stilist, betrachtet in seinem neuesten Werk nicht nur die Person Jesu, sondern vielmehr das geschichtliche Umfeld und dessen Wandlung in der Folgezeit. Als Althistoriker liest Dahlheim die Quellen kritisch, wie die Evangelien und außerchristliche Quellen, und berücksichtigt die neueste Fachliteratur. Die ersten zwei Kapitel dienen als ein Einführung. Dahlheim betrachtet das Imperium zu Beginn... – weiterlesen (Rezension vom 30. September 2013)
 
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