Andy Mulligan: Spider. Die große Reise eines kleinen Hundes

Spider. Die große Reise eines kleinen Hundes

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinderbuch
ISBN-13 978-3-499-21793-7

Preis: 14,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 22. September 2020]
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Spider war der letzte Welpe aus seinem Wurf, für den sich selbst dann kein Käufer fand, als seine Geschwister längst neue Besitzer gefunden hatten. Spider wird er von Tom gerufen, weil seine langen dünnen Beine zu viele für einen Vierbeiner zu sein scheinen. Wenn ein Hund Spider heißt, ist das dumm für die Spinnen. Deshalb wird in dieser Geschichte die Spinne "Faden" genannt. Als der Untermieter Phil den Hund für Tom abholt, behauptet Toms Vater noch immer, dass sie eigentlich eine Katze wollten. Der elfjährige Tom wollte keine Katze. Er weiß intuitiv, was dieses tolpatschige Wesen zuerst lernen muss, das Bäche und Schlammlöcher liebt. Spider soll von nun an leise sein, nichts anknabbern und auf Zuruf "Platz" machen. Tom wächst in leicht unübersichtlichen Verhältnissen ohne Mutter auf, sein Vater arbeitet in Nachtschicht und dann ist da noch Phil, der Untermieter. Als Spider einmal in Panik wegläuft, ist es Phil, der Toms Hund beim Finder abholt.

Faden, die Spinne, ist Spider bis in Toms Familie gefolgt. In jeder peinlichen Situation baumelt sie von der Decke herab und hetzt Spider gegen seine Besitzer auf. Die Katze Mondschein ist Spider ebenfalls gefolgt, auch sie stichelt gegen seine Besitzer. Währenddessen hat Tom ganz andere Sorgen; er wird in der Schule gemobbt. Phil hört dem Jungen zu, doch er ahnt, dass die Sache damit nicht getan ist. Rede mit deiner Mutter, rede mit irgendjemand über das Mobben, rät er Tom. Wie ein Kind, das austesten will, ob es wirklich geliebt wird, demoliert Spider Toms Zimmer und stellt die Geduld seiner Menschen damit auf eine harte Probe. Erst als Spider die Füchsin Jessie trifft, beginnt er zu ahnen, dass er seine Ratgeber klüger wählen sollte. Nicht jeder, der es behauptet, hat auch Ahnung von dieser Welt. Bevor Spider erkennen kann, dass seine Menschen ihn wirklich lieben, muss er mit neuen Hundegefährten ein äußerst gefährliches Abenteuer bestehen, das für sensible Tierfreunde ab 11 Jahren reichlich krass ausfällt.
Fazit
Für einen Elfjährigen hat Tom dramatische Wendungen in seinem Leben zu bewältigen. Wie Spider macht er nach einem dramatischen Showdown die Erfahrung, dass einige Probleme erst im Team zu bewältigen sind. Mit Katze, Hund und Fuchs auf abenteuerlicher Wanderung lässt es sich als Leser problemlos identifizieren, weil sie unserer Vorstellung vom Haustier nahekommen. Andy Mulligan schickt hier zusätzlich Spinne, Motte und Floh ins Abenteuer, die Spiders Erlebnisse aus ihrer Perspektive in erfrischender Art ergänzen.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 02. April 2018

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