Matt Rees: Die Damaskus Connection

Die Damaskus Connection

Verlag: Verlag C. H. Beck [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-406-70042-2

Preis: 15,00 Euro bei Amazon.de [Stand: 28. September 2020]
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Strikt erzählt zu aktuellem Thema, aber auch zu glatt im Gesamten

Schockierendes, vor allem aber merkwürdiges passiert in und vor den Räumen der "Immigration and Customs Enforcement". Eine Ärztin betritt aufgeregt den Aufzug, wir aber bei ihrem Ziel, Agent Verrazano, nicht lebend anlangen. Und auch der Mörder wird, von Varrazano gestellt, nur mehr einige kryptische Worte von sich geben können, bevor er auch im Blick auf eine mögliche Vernehmung "ausfällt". Wobei bereits im Prolog des neuen Thrillers von Matt Reese überdeutlich wird, dass es um Vorkommnisse geht, die von gewisser Seite her um jeden Preis unter der Decke gehalten werden.

Das der Kern dieser Ereignisse in Syrien liegt und das ein Giftgas eine wesentliche Rolle spielen wird, das stellt im Thriller den aktuellen Bezug zur Gegenwart her. Wie sich der Fall entfalten wird und wie die genauen Hintergründe um das Giftgas herum sich dann aufbauen, dass bietet eine in sich geschlossene, logisch und realitätsnah von Rees in Szene gesetzte Gemengelage, die vor allem eines ins ich trägt: Tödliche Gefahr für jeden, der sich ihr nähert. Und das in nicht nur einer Weise. Eine tödliche Gefahr, die Kreise zieht. Nicht nur in den Fahrstuhl dieser Behörde, sondern eine Bedrängung für die freie Welt an sich darstellt.

"Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten ans Mikrofon der UN-Vollversammlung tritt, verlassen Sie und Ihre Delegation den Saal. Sie kehren in die Botschaft zurück und bleiben dort".

Wenn man wie, dass damit der syrische Botschafter gemeint ist und dieser mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerüttelt wird, dann kann man langsam, schon zu Beginn des Thrillers, eins und eins zusammenzählen. Was mitunter ein Problem der Lektüre darstellt. Temporeich, stringent und einfach erzählt, sind die Ereignisse doch ein stückweit vorhersehbar. Und auch wenn die ein oder andere überraschende Wendung (auch was die vorgeblichen Rollen mancher Protagonisten angeht) stattfindet, sowohl der rote Faden des Thrillers als auch die agierenden Personen ergeben am Ende ein zu stereotypes Bild, um den Leser wirklich innerlich zu fesseln und miträtseln zu lassen. Gut gelungen sind dabei durchaus die Action-Szenen, die so manche explizite Gewalt trocken beschreiben (und Varrazano wird im Verlauf der Ermittlungen nicht nur seinen Kopf, sondern auch seinen durchtrainierten Körper mit ins Geschehen werfen müssen).
Fazit
Alles in allem eine anregende Unterhaltung, die allerdings nicht sonderlich tiefgehende, politische oder menschliche, Diskurse vorhält, sondern stark an der Oberfläche des Geschehens verbleibt.
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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 26. Januar 2018

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