Lucas Grimm: Nach dem Schmerz

Nach dem Schmerz

Verlag: Piper Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-492-05778-3

Preis: 16,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 21. Juli 2017]
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Solider Thriller

Es ist klar, dass zu Zeiten der DDR eine Vielzahl von "verdeckten Spionen" im "Westen" tätig waren. Nicht nur in der Nähe eines Bundeskanzlers, sondern auf allen Ebenen der Gesellschaft. Und eine ausführliche Liste mit Namen all dieser liegt und lag nie vor. Was aber, wenn es eine solche gäbe? Wenn ein hochrangiger Funktionär für eine gewisse Absicherung gesorgt hätte, die er auch unter Folter (es braucht Nerven, dem Schlag des Hammers im Prolog zu folgen) nicht preisgab. Auch wenn seine kleine Tochter extra geholt wurde, auch wenn diese der Folter ohnmächtig zuschauen musst, mit traumatischen Folgen für die später erwachsene, junge Frau.

Und was, wenn ein reichlich ausgebrannter Journalist, der die Bilder des Krieges; über den er an allen möglichen Orten hautnah berichtete, nicht mehr aus dem Kopf und auch nicht aus den Träumen mehr herausbekommt. Und der. Außer zwei gescheiterten Beziehungen, einer unordentlichen Wohnung, ein wenig Sex mit seiner Chefin und, vor allem, viel hochprozentigem Alkohol nicht mehr viel "Inventar" in seinem Leben vorzuweisen hat. Wobei in der Person des David Berkoff Lucas Grimm doch ein wenig zu sehr das Stereotyp des versoffenen Ex-Starjournalisten bemüht und dieser daher den Leser nicht immer im Buch überzeugt.

Wohingegen die 1989 kleine Tochter und in der Gegenwart Star Cellistin Hannah Gold dem Leser doch immer wieder nahe kommt. Die durch ein Trauma sensorisch nichts mehr spürt,, keinen Schmerz bei verbrannten Händen oder Wunden, mehr und mehr aber auch keinen Kontakt mehr zum Steg ihres Cellos. Und die nun sowohl ihrem totgeglaubten Vater unverhofft (wenn auch nur kurz) gegenübersteht, deren Bruder ihr Rätsel aufgibt und die alles daran setzt, zu erfahren, was damals geschehen ist. Verfolgt von skrupellosen Kräften, die auch über Leichen gehen, an ihrer Seite der nicht leicht zu durchschauende Berkoff, im Verlauf der Ereignisse immer mehr verlassen und auf der Flucht.

Wenn sie nur den Code finden würde für jenes Bankschließfach, in dem die Antworten wohl warten. Und wenn sie dann ungesehen an das Schließfach überhaupt gelangen kann, denn "der Feind" hat seine Augen an vielen Orte und ist ihr dicht auf der Spur. Ein nicht unbekanntes Setting, das Grimm seinem Thriller zu Grunde legt, das aber durchaus wieder einmal gut funktioniert.
Fazit
Mit den belebenden Fragen, was denn Berkoff und Hannah verbinden könnte (bei allem gewichtigen Altersunterschied) und was sich am Ende als "Gewinn an Informationen" zeigen wird, falls (und wenn ja, wer) die Unterlagen wirklich zu Gesicht bekommen sollte.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 09. Mai 2017

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