Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt: Die Menschen, die es nicht verdienen

Die Menschen, die es nicht verdienen

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-8052-5087-0

Preis: 19,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 25. Juni 2017]
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Es sind Sommerferien in Schweden und die Schulen sind leer. Der Hausmeister und die Schulleitung können endlich in Ruhe die liegengebliebenen Aufgaben erledigen, wären da nicht das aufgebrochene Türschloss und der an den Stuhl gefesselte junge Mann im Klassenzimmer. Er trägt eine Narrenkappe und ist tot.

"Die Menschen, die es nicht verdienen" von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt ist das 5. Buch in der Serie um Sebastian Bergman und das Team der Reichsmordkommission. Für die Protagonisten ist es der fünfte gemeinsame Fall. Sie sehen sich mit einem Mörder konfrontiert, der junge Menschen tötet, die (seiner Meinung nach) unverdienten Erfolg und Ruhm erlangt haben, wie beispielsweise durch das Auftreten in Dokusoaps. Er kritisiert dabei stark die Gesellschaft und Medien, welche "den Faulen, Egoistischen und Oberflächlichen" Aufmerksamkeit schenken, anstatt sie den "Engagierten, Fleißigen und Gebildeten" zu widmen. Um seine Kritik zu verdeutlichen, lässt er jedes seiner Opfer einen Test in Allgemeinbildung absolvieren und tötet sie, falls sie diesen nicht bestehen. Dieses zielgerichtete Handeln, die offensichtliche Intelligenz und Bildung des Mörders weckt das Interesse des Kriminalpsychologen Sebastian Bergman und er und seine Kollegen arbeiten hart um dem Täter näher zu kommen, der ihnen jedoch immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Der Druck auf Kommissar Torkel Höglund und sein Team wächst, als weitere Opfer gefunden werden und bekannt wird, dass der Mörder mit der Presse kommuniziert hat. Im Team herrschen verschiedene Spannungen, die aufgrund ihrer vorherigen Zusammenarbeit und somit Vergangenheit entstanden sind und jedes Mitglied hat zusätzlich mit privaten Problemen zu tun. Vanjas familiäre Situation kommt dabei vor allem zum Tragen und Sebastian erscheint in diesem Fall fast schon ungewohnt ruhig und zurückhaltend. Nichts destotrotz fordert er schlussendlich den Mörder heraus um ihn "mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen" mit der Folge, dass er sich und Andere in Gefahr bringt.
Fazit
Erneut gelingt es dem Autorenduo auf sensible Weise die Protagonisten detailreich und authentisch darzustellen. Der Fokus auf das jeweilige Privatleben lässt dem Leser zusätzlich neben dem eigentlichen Fall keine ruhige Minute. Und es ist kaum auszuhalten zu lesen wie sich alles mehr und mehr verstrickt. Es ist spannend bis zum Schluss und lässt einen die Zeit vergessen - meiner Meinung nach völlig zu Recht auf Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste. Die Geschichte schließt an die Ereignisse der vorherigen Bücher an und endet mit der Möglichkeit auf Fortsetzung der Gesamtgeschichte.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Marissa [Profil]
veröffentlicht am 11. März 2017

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