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Helene Tursten: Schneenacht

Schneenacht

Verlag: btb Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-442-71929-7

Preis: 15,00 Euro bei Amazon.de [Stand: 24. Februar 2021]
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Solide, aber mit Längen

Es dauert eine Weile, bis man als Leser ein stückweit wenigstens die Zusammenhänge beginnt, zu begreifen. Außer dass drei verschiedene Fälle von Tursten von Beginn an zusammen erzählt werden und man ahnen kann, dass es irgendeine Verbindung zwischen den Ereignissen wohl gibt.

Wobei es zunächst doch weit hergeholt oder zu zufällig fast erscheint, dass ein brutaler Unterweltsgangster in einer abseits gelegenen Gegend Schwedens erschossen im Bett aufgefunden wird. Während Embla Nyström ebenso zufällig eine Weile vor Ort verbringt und als erfahrene Polizistin in diesem polizeilich chronisch unterbesetzten Teil des Landes als Beraterin hinzugerufen wird. Während einige Kilometer weiter ein junger Mann erstochen wird und Nyström entdeckt, dass der Tote Verbrecher einer jener Männer ist, die für sie seit langer Zeit im Verdacht standen, am spurlosen Verschwinden ihrer besten Jugendfreundin maßgeblich beteiligt gewesen zu sein.

Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt und folgt den verbindenden Fäden in dieser kalten, abweisenden, kaum bewohnten Gegend Schwedens, werden die verschiedenen Fährten, die Rückschläge der Ermittlungen alleine schon durch das Wetter und die gemeinsamen Anstrengungen Nyströms mit ihrem Kollegen Göran, Licht ins Dunkle der Fälle zu bringen interessant und mit nicht wenigen überraschenden Wendungen versehen.

Zudem ist Embla Nyström keine der üblichen Polizistinnen, die eher mit Überlegungen Fälle angehen, sondern steht durchaus ihren Mann auch in körperlicher Hinsicht. Härte begleitet sie ebenso, wie Hartnäckigkeit und, in diesem besonderen Fall, auch ein hohes persönliches Interesse, denn die Verbindung zu ihrer alten Freundin ist emotional noch hoch vorhanden.
Fazit
So dauert es seine Zeit, bis das Tempo sich erhöht und irreführende Spuren ad acta gelegt sind und ebenso dauert es eine gewisse Weile, sich an die kalte Einöde zu gewöhnen und gar Gefallen daran zu finden, die den äußeren Rahmen für die Ermittlungen bildet, dann aber, gerade im letzten Drittel des Buches fängt die Spannung an zu knistern und das Tempo wird zügiger, so dass am Ende eine anregende Lektüre, souverän im Stil, im Raum verbleibt.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 12. Februar 2021

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