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Guillaume Musso: Die junge Frau und die Nacht

Die junge Frau und die Nacht

Verlag: Pendo Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-86612-467-7

Preis: 16,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 17. Januar 2021]
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Der erfolgreiche Schriftsteller Thomas Degalais kehrt anlässlich des fünfzigsten Jubiläums der Lycée internationale Saint-Exupéry Schule in seine Heimatstadt Antibes zurück. Doch nicht das große Jubiläum hat ihn angezogen, vielmehr ist es der Abriss der Sporthalle. Denn Thomas und seine Freunde Maxime und Fanny hatten ein altes Geheimnis, dass jetzt aufzufliegen droht. Vor rund fünfundzwanzig Jahren haben sie dort etwas verschwinden lassen, was im Zusammenhang mit Thomas unerfüllter Liebe zu seiner Mitschülerin Vinca steht und was auch heute noch nicht ans Licht kommen darf.

Der französische Schriftsteller Guillaume Musso ist bekannt für seine komplexen und vielschichtigen Romane, mit denen er seine Leser immer wieder überrascht und in denen er stets unterschiedliche Genres miteinander verknüpft. Liebesgeschichten, Krimis, oft auch vermeintlich Übersinnliches lässt er in seine Werke einfließen. Dies gilt ebenso für "Die junge Frau und die Nacht" und trotzdem ist der Roman gänzlich anders, als seine bisherigen Bücher.

Gestreckt über den Zeitraum von 1992 bis 2017 erzählt Guillaume Musso eine Geschichte, die anfänglich an einen klassischen Noir-Krimi erinnert und mit zunehmender Dauer eine Familiengeschichte wird. Noch dazu eine, in der er ein gewisses Maß an eigener Biografie hat einfließen lassen, denn zum ersten Mal hat er seine Heimatstadt Antibes zum Schauplatz eines Romans gemacht. Was die Hauptfigur angeht, so wandelt sich der Ich-Erzähler Thomas von einem eher unscheinbaren Schüler zu einem Kämpfer, der lange Zeit mit einer tiefen Schuld lebt. Spätestens hier gibt es, wie Guillaume Musso auch im Nachwort schreibt, keine Parallelen zu seiner eigenen Geschichte.

Möchte man den Roman positiv bewerten, kann man ohne Übertreibung sagen, dass "Die junge Frau und die Nacht" Mussos bisher literarisch anspruchsvollster Roman ist. Will man das Werk eher negativ beurteilen, kommt man nicht umhin zu sagen, dass dem Roman die sonst so charakteristische Musso-Spannung fehlt und er es dem Leser nicht ganz so leicht macht, in seine Story einzutauchen. Die Wahrheit liegt sicherlich genau dazwischen, denn die Geschichte hat durchaus ihre starken Momente und kann, wie es für Guillaume Musso typisch ist, zum Ende hin überraschen. Trotzdem habe ich den Zugang zur Story nicht so gefunden, wie ich es sonst gewohnt bin.
Fazit
Wer den eher anspruchsvollen Guillaume Musso kennenlernen will, macht mit "Die junge Frau und die Nacht" sicher nicht viel verkehrt. Der Roman bietet eine niveauvolle Mischung aus Noir-Krimi und Familiengeschichte, die sich sprachlich auf hohem Niveau bewegt. Ein wirklich interessantes, aber nicht Mussos bestes Buch.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 23. November 2020

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