Heine Bakkeid: Triff mich im Paradies

Triff mich im Paradies

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-499-29057-2

Preis: 14,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 20. Februar 2019]
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Der Halb-Isländer Thorkild Aske hat unter Drogeneinfluss einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verursacht; im Leben davor arbeitete er als Verhörspezialist der internen Ermittlung bei der norwegischen Polizei. Im Zuge seiner Wiedereingliederung nach Haft und einer schweren Kopfverletzung soll er als Assistent und Rechercheur für die Krimiautorin Milla Lind arbeiten. Makabrerweise ist Millas voriger Berater Robert Riverholt vermutlich ums Leben gekommen, auch er war Ex-Polizist mit einem komplizierten Schicksal. Der Job bei Milla in Oslo ist Askes letzte Chance. Vermasselt er diesen Auftrag, bleibt ihm nur noch Arbeit in der Behindertenwerkstatt. Einige kritische Fragen wären allerdings zu stellen zum Berufsethos von Askes behandelndem Psychiater, der seinen Patienten eher nach unten zu ziehen scheint, anstatt seine Wiedereingliederung zu unterstützen.

Die weltweit erfolgreiche Milla arbeitet an einem Kriminalroman, der sich an das reale Verschwinden zweier Mädchen aus einem Heim anlehnt. Die Roman-Serie mit der Ermittlerfigur Mugabe scheint ihre Erfinderin zu fressen. Milla braucht dringend Ermunterung, um aus ihrer Schreibblockade herausgeholt zu werden. Das Verhältnis zu ihrem Lebensgefährten Joachim dagegen scheint eher toxisch als partnerschaftlich angelegt zu sein. In einem weiteren, kursiv abgesetzten Handlungsstrang berichtet Olivia davon, wie sie sich gemeinsam mit Siv aus dem Heim ins Ausland absetzt. Dadurch sind die Leser des Krimis Aske stets einige Schritte voraus. Inzwischen ist Aske davon überzeugt, dass an der ganzen Angelegenheit etwas faul sein muss und die Mädchen nicht ohne Hilfe abgehauen sein können.

Die Autorin Milla scheint zu unterschätzen, auf was für einen gewieften Ermittler mit internationaler Vernetzung sie sich mit Aske eingelassen hat. Heine Bakkeid verschachtelt hier auf zwei Zeitebenen die Schicksale zweier psychisch angeschlagener Ermittler, einen dubiosen Therapeuten und einen realen Kriminalfall in die Recherchearbeit einer Krimiautorin. Die Zusammenhänge wirken komplex, die Lösung dagegen stark aus dem Hut gezaubert.

1. ... und morgen werde ich dich vermissen
Fazit
Milla und Joachim, Aske und Ulf, die Tandems aus psychisch auffälligen und manipulativen Figuren schillern ausgesprochen morbide. In Kombination mit Askes gemeinsamem Niedergang mit seinem suchtkranken Therapeuten ist das nichts für düstere Winterabende. Um den Verwicklungen folgen zu können, finde ich es sinnvoll, diesen und den Vorgängerband zeitnah zu lesen.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 06. Februar 2019

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