Marc Levy: Wo bist du?

Wo bist du?

Verlag: Blanvalet Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-442-38166-1

Preis: 8,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 03. Dezember 2016]
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Philip und Susan sind das, was man eine Sandkastenliebe nennen kann. Und doch finden sie als Paar nicht zueinander, da sich ihre Leben unterschiedlich entwickeln. Susan beschließt als Entwicklungshelferin nach Honduras zu gehen, Philip bleibt in New York, um sein Studium zu beginnen. Sie schreiben sich Briefe und treffen sich immer wieder in einer Bar am Flughafen Newark. Philip hofft, dass Susan zurückkommt, dich immer wieder verlängert sie ihren Aufenthalt. Schließlich lernt er Mary kennen. Da seine Erinnerung an Susan verblasst, gründet er mit Mary eine Familie, bis eines Tages eine Überraschung auf ihn wartet: Susans Tochter Lisa steht unvermittelt vor seiner Tür!

Seit Jahren bin ich ein Bewunderer von Marc Levy, der es in seinen Romanen immer wieder schafft, den Leser gleichermaßen zu berühren und zu fesseln. Daher war ich auf dieses ältere Werk (es handelt sich um Levys zweiten Roman) sehr gespannt. Leider schöpft er das Potential seiner Geschichte nicht aus. Der erste Teil ist geprägt von den Briefen, die sich Susan und Philip schreiben und die ich als etwas zu kitschig und altbacken fand, auch wenn der Roman anfangs in den 1970er Jahren spielt. Im zweiten Teil wandelt sich das Ganze zu einer Familiengeschichte, in der vor allem Philip, Mary, ihr gemeinsamer Sohn Thomas und Susans Tochter Lisa im Blickpunkt stehen. Leider wartet man auch hier oft darauf, dass etwas Besonderes, etwas Außergewöhnliches passiert. Doch das passiert nicht. Die Handlung plätschert dahin, ohne das sie mich wirklich berühren konnte.

Das mag auch daran liegen, dass mich vor allem Philip nicht überzeugen konnte. Er schafft es nicht, die Bindung des Lesers an den Roman zu knüpfen. Dies gelingt im hinteren Teil eher Lisa, die sich zum eigentlichen Star des Romans entwickelt.

Am Ende wartet Marc Levy dann noch mit einer Überraschung auf, die mich zunächst verblüfft hat. Doch je mehr Abstand ich zum Roman hatte, desto weniger konnte sie mich inhaltlich überzeugen.
Fazit
Einen wirklich schlechten Roman habe ich von Marc Levy noch nicht gelesen. Doch mit Werken wie "All die ungesagten Worte" oder "Wer Schatten küsst" kann "Wo bist du?" leider nicht mithalten. Insgesamt ist man als Leser zwiegespalten. Die Magie, die die genannten Romane versprüht haben, hat mich hier nicht erreicht. Mir fehlt das gewisse Etwas, das den Roman aus der Mittelmäßigkeit herausholt.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 08. März 2016

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