Michael Hjordt, Hans Rosenfeldt: Der Mann, der kein Mörder war.

Der Mann, der kein Mörder war.

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-499-25670-7

Preis: 9,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 11. Dezember 2016]
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Ein Schüler wird vermisst und bei der entsprechenden Polizeimeldung laufen einige Dinge schief. Als die Leiche des Jungen gefunden wird, soll die schwedische Reichsmordkommission den Fall so schnell wie möglich aufklären. Auch der ehemalige Polizeipsychologe Sebastian Bergmann befindet sich zufällig in dem Ort, um den Hausstand seiner verstorbenen Mutter aufzulösen. Da er in ihrem Nachlass Briefe mit einem für ihn überraschenden Inhalt findet, bietet er der Mordkommission seine Hilfe an. Dabei will er nur die Quellen der Polizei nutzen, um seine persönlichen Dinge zu erledigen. Die Ermittlungen führen ihn dann zu der Schule, die sein Vater gegründet hat. Alte Erinnerungen kochen hoch und Bergmann gräbt etwas tiefer, doch die Wahrheit über den Fall ist viel verstörender als alle denken.

Das schwedische Autorenduo Michael Hjordt und Hans Rosenfeldt legt mit "Der Mann, der kein Mörder war" den ersten Roman um den Polizeipsychologen Sebastian Bergmann vor. Immer wieder wurden und werden Vergleiche mit Stieg Larsson vorgenommen. Auch wenn der Roman nicht an die Brillanz der ersten drei Millennium-Werke heranreicht, ist "Der Mann, der kein Mörder war" ein überaus lesenswerter, spannender und vielschichtiger Thriller.

Den beiden Autoren gelingt es hervorragend, falsche Spuren zu legen und den Leser immer wieder die Irre zu führen, auch wenn die Story an sich nicht wirklich neu ist. Die Gewaltszenen sind gemäßigt und werden nicht plakativ eingesetzt, sondern sind ein erzählerisches Stilmittel. Zumal ein Krimi davon lebt, dass in irgendeiner Form ein Verbrechen ausgeübt wird.

Ein großer Pluspunkt sind die Figuren, die allesamt sehr anschaulich und authentisch agieren. Mit Sebastian Bergmann haben die beiden Autoren eine Hauptfigur erdacht, die ganz stark gegen den Strich gebürstet ist. Bergmann ist egozentrisch, streitsüchtig und unzuverlässig. Hinzu kommt, da der alles vernascht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Ein echtes Ekelpaket, das nur auf seinen Vorteil aus ist. Das alles sind wahrlich keine positiven Attribute einer sympathischen Figur, mit der sich der Leser identifizieren soll. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) hat diese Figur ihren Reiz. Und so führen Michael Hjordt und Hans Rosenfeldt durch eine Handlung, die am Ende noch mit einer dicken Überraschung aufwarten kann, welche den Boden für den zweiten Band bereitet.
Fazit
"Der Mann, der kein Mörder war, ist schwedische Krimiunterhaltung auf hohem und lesenswertem Niveau. Auch wenn der Auftakt dieser Reihe nicht sonderlich innovativ ist, setzt er die Elemente eines Krimis ausgezeichnet um. Trotz zweier Autoren liest sich der Roman wie aus einem Guss, was daraus schließen lässt, dass Michael Hjordt und Hans Rosenfeldt wirklich Hand in Hand gearbeitet haben. Ein guter Auftakt, der Lust auf die weiteren Bände macht.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 13. November 2015

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