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John Grisham: Die Entführung

Die Entführung

von John Grisham
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-453-27429-7

Preis: 24,00 Euro bei Amazon.de [Stand: 22. Mai 2024]
Dümpelt vor sich hin

Er ist wieder da. Mitch McDeere. Natürlich war er in der Welt des neuen Romans von John Grisham nie weg, sondern hat eine beachtliche Karriere in einer großen Sozietät hinter sich gebracht, in den 15 Jahren seit den Ereignissen aus "Die Firma", denen Mitch mit seiner Frau Abby nur um Haaresbreite lebend entkommen ist.

Wobei, das sei vorweg gesagt, dieser neue Thriller mit den Inhalten der damaligen Zeit nichts zu tun hat und auch keine Querverbindungen (außer einer) entstehen werden. Was verständlich ist, aber auch in gewisser Weise ein Problem der Geschichte darstellt. Was Grisham selbst mit anheizt, indem er eine Szene "aus den alten Tagen" doch in der Gegenwart fortführt, dieser aber völlig unverbunden im Raum der Seiten verbleiben lässt. In der "neuen Welt" geht es hinaus in die "weite Welt", nach Libyen zu Zeiten Gaddaffis, Aufgrund eines Rechtsstreites um viel Geld für eine Brücke, die als Mahnmal unsinniger Pläne irgendwo in der Wüste herumsteht.

Und während Mitch einem alten Partner und einem guten Geschäftskunden einen Gefallen tun will und dazu auch die Begleitung der Tochter des Kunden billigend in Kauf nimmt, ergeben die Ereignisse vor Ort recht schnell eine unübersichtliche und äußerst brutale Gemengelage. Die Tochter des Kunden wird mit ihren Begleitern entführt. Und scheint auch einige Zeit danach noch am Leben zu sein. Was ihre Begleiter nicht von sich sagen könnten.

Diesen Teil des Thrillers entfaltet Grisham durchaus mit Tempo und Spannung, während im Folgenden eine eher vor sich hin dümpelnde Ereigniskette vonstattengeht, in der Mitch mit seiner Frau Abby viel Zeit für private Dinge aufwenden, unterbrochen von periodisch auftretenden "Wasserstandsmeldungen" des Entführungsopfers und einiger Einblicke in die Zustände des sich auflösenden Landes Libyen samt seiner immer stärker unter Druck geratenden Gallionsfigur Gaddafi.

Was, bis am Ende das Tempo noch einmal anzieht und ein einigermaßen versöhnliches Finale eingeläutet wird, doch zäh vor sich hin dümpelt und durchweg an der Oberfläche der Protagonisten und der Ereignisse nurmehr verbleibt.
Fazit
Alles in allem ein Roman, der zwar mit bekannten und zugkräftigen Namen der Protagonisten aufwartet, mit dem hochspannenden "Die Firma" aber weitgehend nichts zu tun hat. Nicht nur, was den Inhalt betrifft.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von Lesefreund [Profil]
veröffentlicht am 19. April 2024

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