Alexander F. Storz: VW Transporter T1

VW Transporter T1

Verlag: Motorbuch Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Sachbuch
ISBN-13 978-3-613-04005-2

Preis: 12,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 30. September 2020]
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Reich bebilderte Geschichte des "populärsten Klassikers" im deutschsprachigen Raum

Sympathie- und Emotionsträger für Generationen, keine Frage, und nicht zuletzt dadurch auch ein Geschäftsmodell, das alles schwingt im Blick auf "den Bulli" in seiner ersten Ausführung, den T1, mit. Als einfacher "Lastenträger konzipiert", dann vor allem als Wohnmobil in allen Varianten (mit vielfachen "Eigenausbauten" versehen) hat der T! Zeitgeschichte miterlebt, ermöglicht und auch selber Geschrieben. Im Lauf der Zeit wurde daher aus dem "Bulli" weit mehr als ein bloßes motorisiertes Vehikel, sondern ein Ausdruck einer Lebens-Atmosphäre und Lebenshaltung.

"Dieses Auto wird mit Gold aufgewogen – und zwar nicht nur der Samba-Bus, sondern jeder T1. Jeder will einen haben".

So macht es sich Storz nicht nur zur Aufgabe, einen nüchtern-technischen Sachbericht in diesem Bildband vorzulegen, sondern gerade in Bild und Text auch die "mentale Aufladung" des T1 nachvollziehbar dem Leser vor Augen zu lesen. Ein Ansinnen, dass mit dem zwar übersichtlich gehaltenen und nicht zu dicken Bildband in Text und Bild wunderbar gelingt. Positiv herauszuheben ist dabei noch, dass Storz seine Geschichte des T1 reich mit zeitgenössischen Fotografien bebildert und damit die Geschichte und Entwicklung des T! Und um diesen herum dem Leser fassbar vermittelt.

"Die Chronik setzt auf Bilder, die den T1 zu Lebzeiten zeigen – also so, wie er auf der Straße umherfuhr".

Bilder, die, neben dem Kraftfahrzeug selber, auch selbst ein Stück Zeitgeschichte in Kleidung, Architektur und vielen "Accessoires" der Zeit selbst mit aufführen. So bietet sich dem Leser eine lebendige und vielfache Abfolge von "aufgemotzten" T1, von "grauen Mäusen" als Lastenträger im Alltag vieler Kleinbetriebe und größerer Fabriken, mit Spuren der Arbeit, des "Herangenommen-Werdens" ebenso, wie als liebevoll gestaltete Familienkutsche oder eigenständig gestalteter "motorisierter großer Freiheit" als Wohnmobil, bevor es diese als eigenständige Fahrzeugklasse überhaupt gab.zum Fahrzeug und damit

Gerade weil der T1 ein "Arbeiter" war, zu "Lebzeiten" nicht geschont, wenig gepflegt und, in der Regel, auch nicht "geliebt" wurde, ist er in der Gegenwart, vor weniger in gutem Zustand, so rar. Wobei, das sei noch einmal betont, nicht nur die Rarität den Wagen so wertvoll macht, sondern auch die inzwischen durch vielfache Erinnerungen und Erlebnisse mit dem T1 aufgeladene "Liebe" zum Fahrzeug und eben zur eigenen Lebensgeschichte, die in Deutschland zumindest untrennbar mit dem T1 verknüpft ist.

Was vor allem für den "T1c" (Samba) gilt, von dem sich im Buch viele Bilder an vielfach exotischen Orten (von Indien bis zu den Highways in Amerika bis nach Namibia) finden. Von Beginn an (Käfer mit Pritsche, die gebaut wurden, aber nur internen Transportfunktionen dienten) bis zum "Weltenbummler, von nackter "Industriearbeit" bis hin zu Bildern, bei denen der Zuschauer stolze Besitzer bei der aufwendigen Restauration betrachten können, versammelt sich so im Bildband eine breite, bunte und aussagekräftige Riege von historischen Aufnahmen, in die man regelrecht versinken kann und umgehend eigene Erinnerungen wieder präsent erlebt.
Fazit
Bis hin zu der öffentlichen Präsenz als Streifenwagen, Krankenwagen, technischen Diensten bis hin zum professionellem "Westfalia-Ausbau". Eine schöne und anregende Lektüre, bei der auch der "Zonen-Bulli" als eigenständige Ausbau Variante nicht zu kurz kommt.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 14. Oktober 2017

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