Tom Rob Smith: Kolyma

Kolyma

Verlag: DuMont Buchverlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-8321-8089-8

Preis: 1,26 Euro bei Amazon.de [Stand: 27. September 2016]
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Nach Chruschtschows geheimer Rede im Jahr 1956 herrscht Aufruhr in der Sowjetunion. Überlebende der großen Säuberungen melden sich Wort uns sinnen auf Rache. So muss auch Leo Demidow den Tod von zwei Geheimdienstlern aufklären. Da die Existenz seines Morddezernates von offizieller Stelle verleugnet wird, muss Leo verdeckt ermitteln. Und dann passiert das Furchtbare: Leos Adoptivtochter Soja wird entführt. Die Forderung der Entführer ins einfach: Vor sieben Jahren hat Leo einen Priester in den Gulag nach Kolyma geschickt. Den soll er wieder herausholen. Um seine Tochter zu retten, lässt sich Leo als Gefangener in die Eishölle einschleusen. Doch seine Tarnung fliegt schon am ersten Abend auf und die Häftlinge beschließen, sich grausam zu rächen.

Mit "Kind 44" hat Tom Rob Smith im letzten Jahr den großen Überraschungserfolg im Thrillergenre hingelegt. "Kolyma" ist nun die Fortsetzung, die drei Jahre später spielt. Anfangs hat man auch den Eindruck, dass Smith nahtlos an die Klasse seines mehrfach ausgezeichneten Debütromans anschließen kann. Leider trügt dieser Eindruck. Sicher, der Autor lässt keine Gelegenheit aus, die Grausamkeit des sowjetischen Systems in seinen Roman einzuflechten. Gerade zu Beginn zieht der Roman seine Spannung aus der Tatsache, dass das Geschilderte in der Tat so funktionierte.

Jedoch bekommt der Roman mit Leos Gang in Richtung Gulag eine Wendung, die dem Roman nicht wirklich gut tut. Viele Tote sind in der Spannungsliteratur nicht immer ein Garant für Qualität und Spannung. Und mit der Tatsache das Smith auch den Aufstand in Ungarn in sein Werk einbezieht, ist er über das Ziel hinaus geschossen. Allerspätestens jetzt wirkt der Roman konstruiert und unglaubwürdig.
Fazit
Mit "Kolyma" bleibt Tom Rob Smith hinter den Erwartungen zurück. Der vorliegende zweite Thriller erreicht nicht die Qualität seines Vorgängers "Kind 44".
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 06. Dezember 2010

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