Linwood Barclay: Dem Tode nah

Dem Tode nah

Verlag: Econ Ullstein List Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-548-26744-9

Preis: 9,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 01. Januar 1970]
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Als die Familie seines besten Freundes verreist, versteckt sich der 17jährige Derek im Keller des Hauses, um sich heimlich mit seiner Freundin treffen zu können. Während er wartet, kommt die Familie überraschend zurück. Noch während Derek grübelt, wie er seine Anwesenheit erklären kann, klingelt es an der Tür. Der Vater öffnet und wird sofort niedergeschossen. Anschließend ermordet der Killer die ganze Familie. Völlig verstört kehrt Derek nach Hause zurück. Aus Angst vor seinen Eltern und der Polizei verrät er nicht, dass er der einzige Zeuge war. Doch als Derek verhaftet wird, muss sich sein Vater daran machen, die Wahrheit herauszufinden. Eine Wahrheit, in der seine Frau eine entscheidende Rolle spielt.

Nach seinem packenden Debüt "Ohne ein Wort" ist "Dem Tode nah" der zweite Psychothriller aus der Feder des Kanadiers Linwood Barclay. Und wie sein Erstling so fängt auch dieser Thriller sehr spannend an. Der Leser erlebt mit, das Derek unschuldig ist. So bezieht der Roman seine Spannung aus der Frage, wer der Mörder der Familie Langley ist. Als Derek verhaftet wird, muss sich sein Vater Jim, die Hauptfigur des Romans, auf die Suche machen.

Diese Suche hat Linwood Barclay zwar durchaus spannend in Szene gesetzt, an die packenden Momente seines Erstlings reicht der Roman aber nicht heran. Gerade in der Mitte hat "Dem Tode nah" zu viel Leerlauf. Hier wünscht man sich, dass Linwood Barclay nicht nur mit der Kunst der Andeutung arbeiten würde, sondern echte Fakten schaffen würde, die die Handlung ein Stück voranbringen.

Gänzlich in die Hose gegangen ist die Auflösung der Geschichte, die bei näherer und intensiverer Betrachtung einige Löcher aufweist und einer gezielten Fragestellung nicht unbedingt standhalten kann. So bleibt die wichtigste Frage, warum der Mörder bei den Langleys sofort das Feuer eröffnet hat, gänzlich unbeantwortet. Wer den Roman gelesen hat, wird diesen Einwand sicher nachvollziehen können.
Fazit
Unterm Strich ist "Dem Tode nah" ein flott zu lesender Thriller, der sich als Urlaubslektüre eignet. Insgesamt ist er nicht ganz so gut, wie sein Vorgänger. Vor allem die Auflösung der Geschichte kann nicht überzeugen. Linwood Barclay hat schon bewiesen, dass er es besser kann.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 03. Januar 2010

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