Jason Dark: John Sinclair - Folge 1997: Die Hexenkirche

John Sinclair - Folge 1997: Die Hexenkirche

Verlag: Bastei Entertainment [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Horror
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Über einen Nachbarn wird der BKA-Beamte Harry Stahl auf eine merkwürdige Kirche aufmerksam, in der eine Sekte immer wieder Veranstaltungen abhalten soll. Als Harry der Sache nachgeht, kommt es zu einem Zwischenfall, der nur eine Schlussfolgerung zulässt: Sein Freund, der Geisterjäger John Sinclair muss her und ihm helfen.

Nachdem Jason Dark in der letzten Woche mit Band 1996 einen weiteren Tiefpunkt der Serie erreicht hat, bin ich mit keinen Erwartungen an dieses Werk gegangen. Und das ist auch gut so, denn schon nach den ersten beiden Seiten ist dem Leser klar, dass auch dieser Roman ein Machwerk übelster Sorte ist. Allein achtmal das Wort "auch" auf den ersten zwei Seiten lässt erneut die Frage aufkommen, ob die Sinclair-Romane von Jason Dark am Lektorat vorbei geschmuggelt werden. Es wird auf den folgenden Seiten auch nicht besser: Hölzerne Sätze und Dialoge, welche die Bezeichnung nicht wirklich verdienen - es ist einfach nur zum Heulen, was Jason Dark und Bastei hier dem Leser zumuten. Unfreiwillig komisch ist Johns Ankunft in Deutschland, als er zunächst seinen Hunger nach einer Currywurst stillen muss. Ganz ehrlich, wenn einer meiner Schreibschüler so eine Szene und den dazugehörigen Dialog anbieten würde, ich wüsste nicht, wie ich ihm beibringen könnte, dass das einfach nur für die Mülltonne geeignet ist. Und so geht es weiter. Eine hölzerne Szene wechselt sich mit einem anderen Baustein-Dialog ab. Man bekommt den Eindruck, das Jason Dark seine Romane nur noch aus vorgefertigten Texten zusammensetzt. Und wieder stellt sich mir die Frage, warum ihn scheinbar niemand darauf aufmerksam macht, was er hier für einen Quark zusammenschreibt.

Nochmals möchte ich hervorheben, dass es mir alles andere als Spaß macht, hier so deutliche Kritik zu üben, aber wenn man die Sinclair-Romane von Jason Dark mit denen der Gastautoren vergleicht und noch andere Serien wie Professor Zamorra oder Maddrax zum Vergleich heranzieht, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass es hier wirklich unterirdisch ist, was Bastei auf den Leser loslässt.
Fazit
Die positive Nachricht ist, dass die nächsten beiden Romane wieder von Gastautoren (Rafael Marques, Marc Freund) verfasst werden. Erfahrungsgemäß steigert sich das inhaltliche und sprachliche Niveau dann wieder ganz erheblich. Negativ ist, dass danach schon Band 2000 erreicht wird - und der stammt wieder aus der Feder von Jason Dark. Schon jetzt deutet sich daher ein Jubiläumsband an, welcher der Serie komplett unwürdig sein wird.
2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 24. Oktober 2016

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