Mitchell Zuckoff: 9/11: Der Tag, an dem die Welt stehenblieb

9/11: Der Tag, an dem die Welt stehenblieb

Verlag: S. Fischer [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-10-390011-8

Preis: 28,00 Euro bei Amazon.de [Stand: 04. Juni 2020]
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Der 11. September 2001 - 9/11 - zweifelsfrei ein Datum mit einem festen Platz in der Weltgeschichte. Insgesamt vier Passagiermaschinen der United Airlines werden entführt, die Terroristen übernehmen auch die Steuerung der Maschinen und setzen sie als Waffen ein. Zwei Maschinen fliegen kurz hintereinander, für die gesamte Welt unfassbar, durch die Twin Towers des World Trade Centers in New York, eine Maschine landet in einem Flügel des Pentagon und eine weitere Maschine zerschellt auf dem flachen Land. Dank des beherzten Einsatzes der Passagiere erreicht ihr eigentliches Ziel (Washington D.C.) nicht.

Von diesen tragischen Ereignissen handelt das Buch von Mitchell Zuckoff - gegen das Vergessen. Der Journalist beschreibt in Erzählform den Werdegang der tragischen Vorfälle und lädt den Leser ein, Part dieser Geschehnisse zu werden. Zunächst wird ein Teil der Fluggäste der später entführten Maschinen "vorgestellt". So lernt man die Passagiere kennen und ist in der Lage, eine Art emotionaler Bindung zu entwickeln.

Noch nie hatte es vorher vergleichbare Attentate gegeben und eine Prävention war demzufolge auch schwierig. Das Chaos und die Überforderung der Luftüberwachungssysteme der USA in diesen Momenten wird ebenfalls deutlich zur Sprache gebracht. Alle handelten nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch hatte die fehlende Verzahnung, das Ausbleiben einer klar strukturierten Informationskette fatale Folgen. Wer waren (neben den Passagieren der vier entführten Flugzeuge) die Opfer? Zuckoff stellt einige der Menschen, die im World Trade Center arbeiteten oder zu Gast waren vor, ebenso wie die Bediensteten und Beamte des Pentagon. Zahlreiche der Menschen, die der Autor vorstellt, haben nicht überlebt.

Nicht zu vergessen die Helden des 11. September: Rettungskräfte von Feuerwehr und Sanitätsdiensten, Polizisten, Seelsorger. Geradezu minutiös erzählt der Journalist Zuckoff den Ablauf und macht so die Tragik des Tages deutlich und fast greifbar. Der Leser hat die Chance mitzufiebern, mitzufühlen.
Fazit
"... als sei ich dabei gewesen...." schreibt Petra Gerster über dies Buch. Und in der Tat, sie hat recht damit: Mitchell Zuckoff gelingt ein besonderes Buch. Dem Journalisten gelingt ganz "nebenbei" eine Schilderung der Tragik dieses Tages. Mehr noch liest sich dies Buch wie ein gut geschriebener Roman. Fesselnd, tragisch, mitfühlsam.

Die Ereignisse des 11.9.2001 hatten Konsequenzen für alle direkt und indirekt Beteiligten, mehr noch: die Folgen spürte die ganze Welt. Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus nahm an Schärfe zu.
Ein Buch gegen das Vergessen - das ist dem Autoren gelungen: absolute Leseempfehlung!
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne

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Vorgeschlagen von Dietmar Langusch [Profil]
veröffentlicht am 03. April 2020

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