Michael Peinkofer: Splitterwelten

Splitterwelten

Verlag: Piper Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Science Fiction
ISBN-13 978-3-492-70207-2

Preis: 0,98 Euro bei Amazon.de [Stand: 04. Dezember 2016]
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Michael Peinkofer ist bekannt für seine Weltengebilde, die er als "Gott" erschafft und seine Heldinnen und Helden auf abenteuerliche Reisen schickt. Mit dem ersten Band der neuen Trilogie Splitterwelten eröffnet er ein neues Universum voller phantastischen Leben. So verspricht bereits der Anfang ein wahres Lesevergnügen.

Im Mittelpunkt stehen wieder einmal unterschiedliche Wesen, denen es erst einmal nur darum geht, zu überleben. Die zersplitterte Welt ist ein Ausgangspunkt, der erst einmal Aufmerksamkeit erregt. So ganz kann man sich die Welt nicht vorstellen, es benötigt, trotz des Titelbildes doch einiges an Einbildungs- und Vorstellungskraft. Um von einem Splitter zum anderen zu gelangen, werden die Gildemeisterinnen eingesetzt. Sie wahren den Kontakt und unter der Bezeichnung Levitatinnen regeln sie den Verkehr der Weltensplitter untereinander. Als es auf dem entfernten und eisigen Splitter Jordrak zum Tod einer Gildenmeisterin kommt, werden die Gildenmeisterin Cedara und ihre recht naive Auszubildende Kallilope ausgesandt, sich um die Aufklärung des brutalen Mordes zu kümmern. Die junge Kallilope ist nun gezwungen, sich ihrer unbeschwerten Kindheit zu entledigen und relativ schnell erwachsen zu werden. Von ihr wird viel erwartet, was ein Kind nicht leisten kann, aber ein Erwachsener. Natürlich fällt bei dem Mord erst einmal der Blick der Menschen auf die Sklavenwesen, der Animalen (Mischlinge aus Mensch und Tier) und Chimären (Menschen mit Tierkörperteilen). Einer wird’s gewesen sein. Überall im Reich gärt es. Die dort lebenden Wesen sind voller Unmut, vor allem über die selbstherrliche Herrschaft der Gildenmeisterinnen. Kallilope muss sich auf ihrer ersten Fahrt auf einem Schiff als würdige Levitatin beweisen. Durch ihre Kraft muss sich das Schiff einen Weg zwischen den Weltensplittern bahnen. Die Schiffe können zwar segeln, doch die Antriebskraft sind die eigentlichen Schwestern der Gilde. Eine geübte und gut ausgebildete Gildenschwester kann ganze Schiffe in die Luft heben. Die Gilde ist also ein Monopolist. Und wie bei jedem Monopolist ist jede andere Art der Fortbewegung verpönt, stellt sie auf die Reisen zwischen den Splittern eine nicht unerhebliche Konkurrenz dar. Kallilopes bisherigen Kenntnisse und ihr Wissen über die Welt werden komplett über den Haufen geworfen, als sie in Kontakt mit anderen Wesen ausserhalb ihrer Heimat in Kontakt tritt.

Gleichzeitig gehen die Veränderungen in der Heimat soweit, dass selbst die beständige Gilde von inneren Ränkespielen und Verrat erschüttert wird. Dazu gehört unter anderem Gildemeisterin Harona als Gegenspielerin von Kalliopes Meisterin Cedara. Sie droht, die alte Ordnung auf den Kopf zu stellen. Die Inquisition wird durch die Gilde wieder ins Leben gerufen und die bisherige Gildenstruktur verändert. In einem anderen Teil der Splitterwelten sind die Gildenmeisterinnen unbekannt. Hier ist es sogar so, dass die Menschen versklavt werden und die Annimalen zu den Herrschenden gehören. Im Mittelpunkt steht der Pantheride Croy des Geschehens. Sein Beruf: Dieb. Bei einer seiner Unternehmungen befreit er den jungen Menschen Kieron. Gemeinsam geraten die beiden in einen Hinterhalt. In der Folge davon werden sie vom ehemaligen Herrn von Kieron aufgefordert, sich auf die Suche nach einem Artefakt zu machen.
Fazit
Am Buch gefällt mir vor allen Dingen, es ist wieder ein gebundenes Buch, mit Lesezeichen. Der Piperverlag hatte bereits vor Jahren gebundene Bücher im Programm, die aber wieder herausgenommen wurden. Ich hoffe nur, dass hier nicht wieder der dritte Band nur als Taschenbuch herauskommt wie z. B. bei Heide Solweigh Göttner und... Ein weiterer Pluspunkt sind die Zeichnungen innerhalb des Buches, die den Text auflockern und gleichzeitig eine bildliche Unterstützung der eigenen Vorstellungskraft darstellen. Die einzelnen Persönlichkeiten konnte Michael Peinkoffer wunderbar beschreiben und zu einem literarischen Leben erwecken. Sie alle haben eine Vergangenheit eine Gegenwart und in den nächsten Bänden eine Zukunft. Sie handeln und sprechen ihrer Herkunft und sozialen Herkunft nach. Vor allem entwickeln sie sich weiter, bleiben nicht die stereotype Person wie zu Beginn. Ebenfalls gelungen sind die Schilderungen der unterschiedlichen Landschaften auf den Weltensplittern. Eine wahre Besichtigungstour, wenn es darum geht, fremde Welten im Kleinformat kennenzulernen. Sie sind stimmungsvoll, eingängig und bereiten dem Leser viel Spass.

Die Geschichte selbst beginnt sofort. Michael Peinkofer hält sich nicht lange mit einer einleitenden Beschreibung auf, oder gar einem idyllischen Fleckchen Erde, über das unvermittelt das Böse hereinbricht. Der Leser wird mit einem geheimnisvoll anmutenden Mord konfrontiert. Gleichzeitig erhält er die wichtigsten Fakten über das Wesen der Gilde. Damit ist er gleich im Geschehen und muss nicht lange nachdenken. Weil sich die Welt nicht gleich auf einmal und umfassend erklären lässt, sind Informationen über das Herrschaftsgefüge und die sozialen im weiteren Verlauf bestens erklärt. Somit ist eigentlich alles für ein fesselndes Buch gegeben.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 18. Juni 2013

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