David Safier: Muh

Muh

Verlag: Kindler Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-463-40603-9

Preis: 16,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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Der Lebenstraum der ostfriesischen Kuh Lolle zerplatzt von einer Sekunde auf die andere, als sie ihren geliebten Stier Champion in flagranti mit der Kuh Susi erwischt. Als wäre das nicht genug, beschließt der Bauer auch noch, den Hof zu verkaufen und alle Kühe schlachten zu lassen. Rettung naht in Person des italienischen Katers Giacomo, der Lolle von einem Land erzählt, in dem Kühe geheiligt werden: Indien. Zusammen mit ihren Freundinnen Hilde und Radieschen flieht Lolle von ihrem Bauernhof und hat neben Kater Giacomo auch noch Susi im Schlepptau. Zusammen begibt sich die Herde auf das Abenteuer ihres Lebens.

Der in Bremen lebende Autor David Safier legt mit "Muh" seinen fünften Roman vor. Wer von ihm schon Bücher gelesen hat, weiß, ob man sich auf seinen Humor einlassen möchte. Und gerade zu Beginn bleibt David Safier seinen Lesern nichts schuldig. Die Geschichte sprüht vor Witz, lustigen Dialogen und intelligenten Seitenhieben auf das Zusammenleben der Menschen. Egal ob das Auftauchen des bösen Hundes Old Dog oder die Auftritte von Kater Giacomo, der für mich der eigentliche Star dieser Geschichte ist, der Einstieg in "Muh" ist eine wahre Freude. Leider kann David Safier dieses Niveau nicht ganz halten. Sicher, der Roman bleibt amüsant und liest sich gut. Trotzdem schleichen sich im Mittelteil ein paar Längen ein, zumal aus den anfänglichen Lachern im weiteren Verlauf nur noch Schmunzler werden. Auch das Ende ist gelungen, aber recht vorhersehbar. Hier hat David Safier mit früheren Werken bewiesen, dass er es besser kann.

Sehr gut ist ihm dagegen die Kuhwelt gelungen. Die Anspielungen auf die Menschenwelt und die Umdichtung bekannter Songs ins "Kuhische" sorgen dafür, dass der Roman deutlich besser als der Durchschnitt ist. Aber auch hier kann man nur lachen, wenn man sich auf den recht speziellen Humor von David Safier einlassen kann und will.

Seine Protagonisten sind interessant. Da ist natürlich Lolle, die als Anführerin erkennen muss, dass viel mehr dazu gehört, eine Herde anzuführen, als nur die Richtung vorzugeben. Ihre Freundinnen Hilde und Radieschen sind stellenweise etwas blass. Hier ist es vor allem Lolles Kontrahentin Susi, die mit spitzer Kuhzunge für Lacher sorgt. Eigentlicher Star des Roman ist, wie schon angedeutet, Kater Giacomo. Sein permanenter italienischer Akzent und sein Handeln allein rechtfertigen die Lektüre des Romans.
Fazit
Mit "Muh" ist David Safier ein amüsanter, kurzweiliger Roman gelungen, den man empfehlen kann. Es gibt sicher noch bessere Werke von ihm, allerdings hat mir auch "Muh" amüsante und vergnügliche Lesestunden bereitet.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 10. Dezember 2012

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