"Langeweile? Keine Kohle mehr? Leerlauf? Arbeitlos? Dann wird's mal wieder
Zeit, in die Schatten abzutauchen und für Abwechslung zu sorgen!" - FanPro
bringt mit "Schattenlichter" einen weiteren Sammelband mit Abenteuern
in den ADL heraus, diesmal sind es vier an der Zahl. Das Buch zur Hölle -
Scheinbar harmlos hört es sich zuerst an, einfach ein Buch aus einem Kloster
mopsen... aber nach und nach werden alle Auftraggeber ermordet, und die Runner
werden sich wie auf einem Höllentrip fühlen. Wenn sie wüssten, wie recht sie
behalten sollen... Umcir - Dieses Abenteuer kann man mit einem glatten Wow!
beschreiben. In der Schweiz soll ein besonders begabter Magier ausfindig gemacht
werden, aber das ganze gestaltet sich schwieriger als angenommen (wer hätte das
gedacht...) und hat stellenweise sogar Touch von "Allein in der
Arktis"... Schön geschrieben, kreativ, ausführliche Hilfestellungen und
überraschender Schluss - so sollte jedes Abenteuer sein! Ist es aber nicht, denn
schon mit Festlichkeiten, dem dritten Abenteuer, kommt die kalte Dusche. Das
Ganze besteht aus drei Teilen: Bekommt den Auftrag, ein Mädchen zu finden,
findet es und befreit es und schießt unterwegs alle tot. Kreativ gesehen
Schrott, lediglich die ausgearbeiteten Werte machen es nützlich - wenn einem
partout nichts besseres einfällt. Eigentlich nicht das Papier wert, auf dem es
gedruckt ist. Mit 12 Stunden, dem letzten Abenteuer, wird es dann richtig
schaurig. Hier hat wohl jemand eine ganz geballte Ladung Testosteron verheizt.
In 12 Stunden müssen die Runner ein Labor erreichen, und unterwegs geht
natürlich allerlei schief. Das klingt zwar nach einer schönen Idee, aber nach
dem dritten Mal haben sich die Monsterspinnen dann doch verheizt, und
seitenweise fließt das Blut richtig über die Seiten. Rieseninsekten, Brennende
Autos, Kinderschlächter und Kannibalenorgien - da hat Arne Nolting ganz, ganz
tief in die Ekelkiste gegriffen. Grundidee ist zwar schön, aber die Ausarbeitung
einfach nur Sondermüll.
Fazit
Ein Fazit für das ganze Buch ist schwer zu geben, da die Abenteuer - qualitativ
und themenbezogen - unterschiedlich sind wie Tag und Nacht. Das Buch der Hölle
und Umcir sind super, aber die beiden anderen Runs kann man getrost vergessen,
ohne sie gelesen zu haben. Also, wenn euch das Buch - wegen zweiter Edition wohl
eher auf dem Flohmarkt - über den Weg läuft, denkt dran: Ihr bezahlt für zwei
Abenteuer und einen großen Haufen Ideenabfall.
Shadowrun - Nachtstreife von Björn Lippold Shadowrun - Schlagschatten von Björn Lippold, Armin Schmiegel, Stefan Willkofer weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez617.htm Vorgeschlagen von Kristian Kühn
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