Thomas Thiemeyer: Die Stadt der Regenfresser

Die Stadt der Regenfresser

Verlag: Loewe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-7855-6574-2

Preis: 3,83 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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Nach verschiedenen Romanen für Erwachsene betritt der Stuttgarter Autor Thomas Thiemeyer mit seinem aktuellen Werk Neuland, spricht er hier doch eine jüngere Leserschaft an. Chroniken der Weltensucher heißt diese Serie, in der er den Spagat zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur schaffen möchte. "Die Stadt der Regenfresser" ist nunmehr der erste Band.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Carl Friedrich Donhauser, der sich Humboldt nennt und sich als Nachkomme des bekannten Forschers Alexander Humboldt sieht. Zusammen mit seinen Gefährten bereist er die letzten noch nicht erforschten Orte der Erde. Dabei entdeckt er vergessene Völker, findet unvorstellbare Schätze und macht die eine oder andere bahnbrechende Entdeckung, die von seinen Mitmenschen jedoch nicht immer für voll genommen wird.

In diesem ersten Band reist Humboldt nach Südamerika, um ein verstecktes Volk zu finden, dass sich die Regenfresser nennt. Unterstützt wird Humboldt dabei von dem Taschendieb Oskar, den er auf frischer Tat ertappt und dem er das Angebot unterbreitet, ihn künftig als Diener auf seinen Reisen zu begleiten. Außerdem zählen seine Nichte Charlotte und die Voodoopriesterin Eliza zu seinen Gefährten. Doch die Reise nach Südamerika wird alles andere als ein Sparziergang, denn Humboldts Widersacher, der Verleger Alfons T. Vanderbilt setzte seine Geheimwaffe auf ihn an: Valkrys Stone - eine kampferprobte Amazone, die mit Humboldt noch eine alte Rechnung offen hat. Im Dschungel von Südamerika kommt es zu einem verhängnisvollen Treffen, jedoch müssen die beiden Kontrahenten schneller als ihnen lieb ist, an einem Strang ziehen.

In seinem Nachwort schreibt Thomas Thiemeyer, dass er hofft, dass ihm der Spagat zwischen den Altersklassen gelungen ist. Eine Herausforderung, die der Schwabe gemeistert hat, denn "Die Stadt der Regenfresser" überzeugt junge und ältere Leser. Wie schon in seinen Wissenschaftsthrillern vermischt Thomas Thiemeyer auch hier sehr gekonnt geschichtliche Fakten mit einer überaus spannenden und stimmungsvollen Geschichte. Vor allem die liebevoll ausgearbeiteten Figuren können allesamt überzeugen. Egal ob der Humboldtnachkomme, der Taschendieb Oskar oder die Kampfamazone Valkrys Stone. Der Roman bietet eine Vielzahl interessanter Figuren. Auch
den Plot hat der Autor sehr geschickt aufgebaut. Sowohl die Reisevorbereitungen, als auch das eigentliche Abenteuer lesen sich wie aus einem Guss. Dabei zieht Thiemeyer die Spannungsschraube mit jedem Kapitel etwas fester an. Der Roman gipfelt in einem packenden Finale, in dem die vermeintlichen Kontrahenten ihre Kräfte bündeln müssen, um sich einer größeren Gefahr zu stellen.

Insgesamt ist "Die Stadt der Regenfresser" ein überaus gelungener Auftakt einer neuen Romanserie. Gespannt wartet man nach diesem Abenteuer auf die nächsten Herausforderungen, denen sich Humboldt und seine Gefährten stellen wollen.
Fazit
Mit "Die Stadt der Regenfresser" beweist Thomas Thiemeyer, dass er sich auch mühelos auf anderem Parkett bewegen kann. Ein überaus gelungener Auftakt einer neuen Romanserie. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch die liebevolle Gestaltung des Buches. Die Chroniken der Weltensucher sind auf jeden Fall mehr als ein Geheimtipp.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 14. Oktober 2009

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