| ||||
Türken und Aleviten begegnen dem Rechtsanwalt Peter Schlüter auf seltsame Weise
als Mandanten und ziehen ihn in einen Strudel voller Hass und Gewalt. Heyder
Cengi, in der Türkei geboren und alevitischen Glaubens, lebt illegal in
Deutschland und arbeitet als Hilfsarbeiter auf dem Bau. Bei einer Kontrolle
kommt es zu einem Handgemenge mit einem Mitarbeiter des Arbeitsamts, der sich zu
Tode stürzt. Sein Onkel bittet Schlüter Heyder zu verteidigen, der auf einem
Bauernhof untergetaucht ist. Währenddessen wird Schlüter vom Dönerbudenbesitzer
Kemal Kaya engagiert, dessen Neffe angeblich zu Unrecht in der Türkei verurteil
worden ist und nun vor einem Auslieferungsverfahren steht. Mit einem großen
Gewissenkonflikt stürzt sich Schlüter in die Arbeit und fliegt in die Türkei, um
sich selbst ein Bild von dem Völkermord zu machen. Nur die Erfahrungen eines
seiner Mandanten, der sich Schlüter angeschlossen hat, helfen ihm, diese Reise
zu überleben.
Fazit
Ein fantastisches Buch, das mit viel Spannung eine Geschichte präsentiert, die
nur Verwunderung auslöst. Verwunderung ob eines Landes, das Menschen ihre Kultur
verbietet, obwohl sich total friedlich ist. Wilfried Eggers ist möglicherweise
nicht immer politisch korrekt, hat aber mit diesem Roman die Gratwanderung
geschafft, einen praktisch unbekannten Völkermord in einen tollen Krimi
einzubauen und dabei die Menschlichkeit in den Vordergrund zu stellen.
weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez3461.htm weiterführende Links:
Internetseite von Wilfried Eggers
weiteren Link vorschlagen zu: Wilfried Eggers, Paragraf 301 (zu dieser Rezension), Paragraf 301 (allgemein zu diesem Buch) Vorgeschlagen von Dietmar Stanka
[Profil]
| ||||