Am finnischen Unabhängigkeitstag ist die gesamte politische Elite des Landes im
Präsidentenpalast versammelt, als schwer bewaffnete Menschen in den Palast
eindringen und die Gäste als Geiseln nehmen. Angeführt werden die Männer von
einem Mann, in dessen Plan die Geiselnahme nur das erste Mosaiksteinchen ist.
Somit hat der Anti-Terror-Spezialist Timo Nortamo alle Hände voll zu tun, um die
Situation unter Kontrolle zu bringen.
Der Finne Ilkka Remes liefert sein Jahren in seiner Heimat einen Bestseller nach dem anderen ab und auch den restlichen europäischen Markt hat der Finne schon erobert. Der Klappentext verspricht einen großartigen Tempo-Thriller. Eine Ankündigung, die der Roman leider nur bedingt erfüllen kann. Sicher, "Die Geiseln" beginnt überaus spektakulär und zieht den Leser sofort in seinen Bann. Leider kann der Autor die Klasse der ersten hundert Seiten nicht über die gesamte Romanlänge halten, denn spätestens mit Beginn der eigentlichen Handlung verflacht der Roman und bietet nur noch wenig Thrill. Dabei ist die Thematik durchaus für einen Thriller geeignet. Jedoch sind die beiden Hauptfiguren Timo Nortamo und die Kommissarin Johanna Vahtera etwas konturlos. Fazit
Nach einem spannenden Auftakt bricht der Roman leider etwas ein und zieht sich
am Ende dahin. Kein überragender Thriller, der zumindest zum Schluss an Spannung
zu wünschen übrig lässt.
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