In ihrem zweiten Fall müssen die beiden Ermittler Kevin Byrne und Jessica
Balzano von der Mordkommission in Philadelphia eine besondere Nuss knacken. Die
Ermordeung einer Frau hat der Täter auf Video aufgenommen und in die Dusch-Szene
aus Alfred Hitchcoks Psycho hineingeschnitten. Als bald weitere Filmklassiker
auftauchen, in denen wahre Mordszenen nachträglich eingefügt wurden, ist schnell
klar, dass hier ein besonderer Mörder am Werken ist.
In "Mefisto" lässt Richard Montanari erneut das Gespann Byrne/Balzano ermitteln. Obwohl sich der Roman insgesamt gut liest, kommt er nicht ganz an die Klasse des ersten Falles der beiden heran. Zum einen ähnelt "Mefisto" seinem Vorgänger "Crucifix" doch sehr, zum anderen hat der Roman gerade zu Beginn und in der Mitte einige etwas langatmige Phasen. Sehr positiv ist die insgesamt sehr detaillierte und wahrheitsgemäße Darstellung der Polizeiarbeit. Immer wieder hat der Leser das Gefühl auf Augenhöhe mit den Kommissaren zu sein. Wer "Crucifix" gelesen hat, bekommt auch die Antwort auf die Frage, wie sich Kevin Byrne von seinen Verletzungen erholt. Stand im letzten Roman eher das Privatleben von Jessica Balzano im Mittelpunkt, so ist diesmal Kevin Byrne an der Reihe und natürlich wird auch sein Privatleben in den aktuellen Fall einbezogen. Fazit
Auch wenn "Mefisto" nicht ganz an die Klasse von "Crucifix"
heranreicht ist Richard Montanari ein spannender Thriller gelungen, der durch
seine sympathischen Figuren zu überzeugen weiß.
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