Es ist sicherlich ein Glücksfall, dass Samuel Pepys (1633 - 1703 ) ein so
eifriger Tagebuchschreiber war, der sich nicht als Zeitzeuge sah, sondern rein
privat schrieb. Er findet alles wichtig, an das er sich erinnert: den Besuch
eines Freuden- oder Gasthauses, eines Zirkus, Hahnenkämpfe, eine Landpartie, die
neue Perücke, Bücher oder die gerade gekaufte Kutsche. Auch die Erziehung des
Hauspersonals, Sorge um die Treue der Ehefrau, aber auch die Beobachtung seines
Verdauungsapparates "Starke Winde, schwerer Stuhlgang". Bemerkenswert
ist seine Liebe zum Detail und so erfahren wir u.a. Erstaunliches über die Pest
von 1665 und das grosse Feuer von 1666 in London.
Fazit
Ebenso ein Glücksfall ist die Stimme von Roger Willemsen, der den
trocken-lakonischen Tonfall beisteuert, den ich mir von Samuel Pepys vorstelle.
Erwähnenswert ist natürlich auch, dass Roger Willemsen nicht nur liest, sondern
auch dieses Hörbuch aus Pepys umfangreichen Aufzeichnungen zusammenstellte. Ein
absolutes Hörvergnügen!
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