Die Hamburger Gerichtsmedizinerin Leonie Simon hat ein Talent dafür, sich Feinde
zu machen. Sie ist beruflich erfolgreich und engagiert sich ehrenamtlich als
Gutachterin für Gewaltopfer. Vor 20 Jahren wurde Leonies Mutter ermordet; der
Fall ist noch immer nicht aufgeklärt. Die Wissenschaftlerin findet, dass es nun
an der Zeit ist, die Umstände genauer unter die Lupe zu nehmen. Als Leonie das
Grab ihrer Mutter auf dem Ohlsdorfer Friedhof besucht, stört sie dort zufällig
die Kreise eines Berufs-Killers.
Zu allem Überfluss gerät ihr Arbeitsplatz, das Institut für Rechtsmedizin, in die Schlagzeilen nachdem dort mutmaßlichen Drogen-Dealern Brechmittel eingeflösst wurden. Auch mit ihren Ermittlungen im Fall einer jungen Frau, die lange tot im Keller eines zu renovierenden Hauses lag, macht sich Leonie Kampmann keine Freunde. Als die ehrgeizige Pathologin sich im Laufe der Handlung zunehmend beobachtet und verfolgt fühlt, haben die Leser die Wahl zwischen zahlreichen Personen, die sich durch Leonies Arbeit zu einem tätlichen Angriff provoziert fühlen könnten. Fazit
Die Schilderung der gerichtsmedizinischen Untersuchungen in einem konkreten Fall
ist überzeugend mit der Rolle der Medizinerin als betroffene Angehörige eines
Mordopfers verknüpft. Die Handlung hat Bezug zu aktuellen Ereignissen und ist
stets spannend, der Stil teils spöttisch distanziert.
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