Biografie Margaret Atwood

Margaret Atwood, geboren 1939 als Tochter eines Insektenforschers, der für die kanadische Forstbehörde arbeitete, verbrachte ihre Jugend in Blockhütten in den kanadischen Wäldern. Erst als die Familie 1945 nach Toronto übersiedelte, weil ihr Vater dort eine Stelle an der Universität antrat, ging Atwood regelmäßig zur Schule.
Ihr Englisch- und Literaturstudium an der Uni Toronto schloss Atwood 1962 ab, veröffentlichte bereits 1961 ihren ersten Gedichtband und 1964 die erste Sammlung mit Kurzgeschichten. Die kanadische Autorin lehrte Literatur an verschiedenen kanadischen und amerikanischen Universitäten. Sie veröffentlichte zahlreiche erfolgreiche Romane, Gedichtbände, Kurzgeschichten, Kinderbücher, Sachbücher, Rezensionen und Zeitschriftenartikel. Atwood, Ehrendoktor der Universität Harvard, wird heute als Gallionsfigur der kanadischen Literatur und als gefragter Medienstar gewertet. Ihr Roman "Der blinde Mörder" wurde 2000 mit dem Booker-Preis ausgezeichnet. 2008 erhält Atwood den angesehenen spanischen Prinz-von-Asturien-Preis.

Atwood stellt in ihren Texten Figuren auf deren Gratwanderung zwischen Wahnsinn und Gesundheit dar. Oft ist die Verrrücktheit nur schwer zu erkennen, die Abweichung zum "Normalen" minimal. Erst der Einblick in die Innenwelt von Atwoods Personen zeigt deren desolate psychische Verfassung. In Atwoods Romanen der 80er Jahre klären Frauen als Ich-Erzählerinnen ihr Leben. Außer der gestörten Beziehung ihrer Hauptfiguren zu Partner, Mutter oder Freundin nimmt die Autorin stets auch die gestörte Gesellschaft aufs Korn. "Ich schreibe keine Satire, aber Realität an der Grenze zur Karikatur" sagt Atwood von sich. Atwood sympathisiert deutlich mit der Frauenbewegung, engagiert sich in Umweltfragen und für die Rechte kanadischer First Nations, hat jedoch immer vermieden, sich von einzelnen Interessengruppen vereinnahmen zu lassen.

Bücher von Margaret Atwood:
Margaret Atwood: Moralische Unordnung Margaret Atwood: Moralische Unordnung
Nell und Tig, ein alterndes Ehepaar, haben noch nicht gefrühstückt, doch eifrig berichtet Tig seiner Frau zu dieser unpassenden Zeit die Hiobsbotschaften des Tages. Margaret Atwood spricht das Altern des Paares nicht direkt an. Nell und Tig brauchen über das Alter nicht mehr zu witzeln, sie sind einfach alt. Das Zusammenleben der beiden als Paar klappt gerade noch so eben, doch Vergesslichkeit und nachlassende Kräfte werden zunehmend zu Missverständnissen führen. Margaret Atwoods ineinander... – weiterlesen (Rezension vom 09. Juli 2008)
 
Margaret Atwood: Hexensaat Margaret Atwood: Hexensaat
Der Sturm im Sturm Er ist ein großer Theatermacher. Und er hat ein noch größeres Leid zu tragen. Eine gute Idee somit, das Leid zu bearbeiten und zu verarbeiten, indem er das tut, was er am besten kann. Ein Stück zur Aufführung bringen. "Die Ärzte taten, was sie konnte. Jede Plattitüde wurde aufgefahren". Doch das wird eine ungeahnte Pause von 12 Jahren bedürfen und dann auch an einem Ort und mit "Schauspielern" langsam, aber sich Gestalt annehmen, die sich Felix... – weiterlesen (Rezension vom 31. Juli 2017)
 


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