Frank Schätzing: Breaking News

Breaking News

Verlag: Kiepenheuer & Witsch [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-462-04527-7

Preis: 26,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 08. Dezember 2016]
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Der Journalist Tom Hagen ist der Star unter den Krisenberichterstattern. Er wagt sich dahin, wo andere Journalisten aufhören. Ein Auftrag in Afghanistan wird ihm allerdings zum Verhängnis, als eine nächtliche Geiselbefreiung in einem Desaster endet. Fortan ist sein Ruf ruiniert. Als ihm Daten des israelischen Geheimdienstes zugespielt werden, sieht er die Chance für ein großes Comeback gekommen. Er lernt die Ärztin Yael Kahn kennen und glaubt in ihr eine Verbündete zu haben. Jedoch ahnt er nicht, welche Dinge er in Gang setzt.

Nach dem mich weder "Der Schwarm" noch "Limit" überzeugen konnten, war ich skeptisch, ob ich mich wirklich ein weiteres Mal an einen Wälzer von Frank Schätzing heranwagen sollte. Da mich das Thema jedoch interessierte, beschloss ich, dem Erfolgsautor eine weitere Chance zu geben, mich für seine Werke zu begeistern. Leider ist ihm dies auch mit "Breaking News" nicht gelungen.

Im Prinzip kann man sagen, das der Roman ein typischer Schätzing ist. Und mit typisch meine ich die Ansatzpunkte, die mir an seinen Romanen immer wieder auffallen. Wie beim Schwarm oder seiner Mondgeschichte hat Frank Schätzing ein hervorragendes Gespür für interessante Themen. Diese recherchiert er überaus gründlich, bevor er sich ans Schreiben macht. Und hier liegt (zumindest für mich) der Hase im Pfeffer. Frank Schätzing übertreibt es mit der Wissensvermittlung in seinen Büchern, da dies immer auf Kosten der Handlung geht. Das ist auch bei "Breaking News" der Fall. Er wälzt aber nicht nur Fakten, sondern auch Handlungsstränge unglaublich aus. Der Roman braucht rund 300 Seiten, um überhaupt mit der eigentlichen Geschichte zu beginnen. Und bis dahin muss man erst einmal durchhalten. Dabei mangelt es zu Beginn nicht an actionreichen Szenen. Gerade die nächtliche Geiselbefreiung kommt sehr filmreif daher. Aber Action und Fakten machen noch lange keinen guten Roman aus. Es will sich einfach kein Lesefluss, kein roter Faden einstellen, der den Leser an das Buch fesselt.

Hat man das erste Drittel überstanden, bekommt man die Mischung aus Thriller, Familiendrama und historischen Begebenheiten, die der Klappentext verspricht. Doch die Mischung konnte mich weiterhin nicht ansprechen. Frank Schätzing verliert sich in Details und walzt die Handlung in die Breite, dass ich oft versucht war, das Buch ganz zur Seite zu legen. Auch seine Sprache trägt nicht dazu bei, mich an den Roman zu fesseln. Gerade das erste Drittel ist mit kurzen, manchmal stakkatohaften Sätzen überfrachtet. Auch das schier unübersichtliche Personal ist für den Leser nur schwer zu bändigen. Dabei hat der Roman durchaus seine guten Momente. Gerade die Geschichte der beiden jüdischen Familien hat mich angesprochen und stellenweise sogar gefesselt. Wie beim Schwarm oder "Limit" hätte eine Kürzung des Stoffes dem Werk mehr als gut getan.
Fazit
Nach drei Versuchen komme ich zu dem Ergebnis, das Frank Schätzing und ich wohl kein inniges Autor-/Leserverhältnis mehr eingehen werden. Ich kann an seiner Art Geschichten zu erzählen nicht wirklich etwas finden. Da mir seine Romane viel zu langatmig sind und ich mich für seine sprachliche Darstellung nicht begeistern kann, ist auch "Breaking News" für mich ein Flop.
4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 22. März 2014

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