Alex Adams: White Horse

White Horse

Verlag: Piper Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-492-70252-2

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Zoe's Leben ist nicht so, wie es sein sollte. Sie ist beim Psychiater, weil sie ständig von einem Gefäss träumt, dass ihr später tatsächlich begegnet. Die Welt steht kurz vor dem Zusammenbruch, als sie das mysteriöse Gefäss tatsächlich findet und öffnet. Mit der Neugier und dem Öffnen des Gefässes gerät eine Seuche in die Welt, die White Horse genannt wird. Für Zoe bricht eine Welt zusammen, sie verliert ihre Familie und steht, schwanger von ihrem geliebten Nick vor dem Aus. Die Welt sowieso, denn das Klima hat sich verändert, die Wüste lebt, die biritschen Inseln dem Untergang geweiht und anderes mehr, während Zoe sich mit ein paar Habseligkeiten in Italien befindet.

Die von Zoe in die Welt entlassene Seuche sorgt dafür, dass etwa die ganze Menschheit ausgerottet wird. Ein Glück für diesen Planeten. Nur zehn Prozent überlebten, die Hälfte davon als monströse Lebewesen, die eigentlich auch dem Tod geweiht sind. Die andere Hälfte überlebt als normale Menschen. Und um diese Personen, allen voran Zoe, dreht sich dieser Roman. In ständigem, leicht irritierendem Hin und Her, einem Damals und Heute, wird die Geschichte von Zoe und der Welt drumherum, erzählt. Ziemlich schnell erfährt man von dieser Seuche, von Pilgern, die sich von der italienischen Kirche erzählen lassen, dass Gott sie erlöst oder von Wissenschaftlern auf einem fernen Berg, die das Gegenserum finden. Dennoch bleibt unklar, warum dies Gefäss ausgerechnet bei ihr auftaucht. Wer hat die Seuche und das auslösende Mittel hergestellt?

Durch die ständige Sichtweise, Damals und Heute, hofft man, doch noch den Grund zu finden. Leider ist es aber eher so, dass sich die Erzählung nur um das Mädchen dreht. Andere Personen drehen sich um Zoe, wie Planeten um die Sonne Zoe, bleiben aber doch weitgehend unwichtig. Die Hauptprotagonistin Zoe erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Aus dieser Erzählweise setzt sich langsam das Bild der Welt und der Reise von Italien nach Griechenland zusammen. Die Ereignisse, die zu dem Untergangsszenario führten, sind für den Leser gut vorstellbar. Das Gleiche gilt für die grauenvollen Erlebnisse und Verluste auf dem langen Weg, den Zoe zurücklegt. für eine Welt, die fast ausschliesslich ausgestorben ist, trifft sie jedoch auf sehr viele Menschen. Und für jeden gesunden Menschen müsste sie aber auch gleichzeitig auf einen veränderten Menschen treffen.
Fazit
Untergangsgeschichten sind im Jugendbuch zur Zeit Mode. Dies finde ich etwas erschreckend, denn in der Wirklichkeit sehen wir uns damit ständig gegenübergestellt. Klimaerwärmung, keine Ausbildung, schlechte Schulbildung und Politiker, die sich selbst bereichern. Daher würde ich es lieber sehen, wenn es Bücher gäbe, die einen positiven Ausblick zeigen und nicht nur am Schluss des Romans das übliche Happy End.

Das Buch ist, trotz des trostlosen Hintergrunds und den vielen Grausamkeiten recht gut gelungen. Zwar nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, aber letztlich okay. Die Umsetzung der Handlung in einer recht gut gewählten Sprache, eher der Übersetzerin geschuldet, als der Autorin, gefiel mir dann doch noch.
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 12. Juni 2013

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