Uwe Schomburg: Die Quelle

Die Quelle

Verlag: Bastei Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-404-16068-6

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Ein Stromausfall verdunkelt auf einen Schlag fast ganz Europa. Davon bekommen Benn und seine Frau Francesca zunächst nichts mit, da sie auf der Ostsee segeln. Dies ändert sich, als sie einen Unbekannten aus Seenot retten. Rainer Kemper, so sein Name, forscht an einem Experiment, dass mit dem totalen Blackout in Verbindung steht. Benn und Francesca ahnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie mit der Rettung von Kemper zum Spielball mächtiger Intrigen werden. Als das Ehepaar wieder Festland betritt, werden Kemper und Francesca entführt. Benn ist auf sich allein gestellt und hat nur noch einen Gedanken: er muss seine Frau retten.

Für seinen dritten Thriller hat sich Uwe Schomburg wieder einen interessanten Themenmix ausgesucht: Kalte Fusion, überlastete Stromnetze, Ölknappheit. Eine Mischung, die sich durchaus eignet, um einen spannenden Thriller zu schreiben. Leider gehen hier aber sehr schnell die Lichter aus, denn Uwe Schomburg schafft es lediglich auf den ersten Seiten ein gewisses Maß an Spannung zu erzeugen. Die Ausgangssituation (totaler Blackout in Europa und die damit verbundenen Folgen wie Plünderungen oder Notstände) und die Frage an welchem Projekt Kemper gearbeitet hat sorgen dafür, dass dem Leser der Einstieg in diesen Roman gelingt. Leider verblasst der positive Eindruck sehr schnell. Dies liegt vor allem an zwei Punkten: Benn kann als Hauptfigur nicht wirklich überzeugen. Angetrieben von dem Gedanken Francesca zu retten, stolpert er ein wenig hölzern durch die Handlung und überlebt Autounfälle und Bruchlandungen. Dies sind zwar die Zutaten eines Thrillers, doch Benn ist nicht vielschichtig genug, als das der Leser mit ihm leidet. Auch die anderen Figuren wirken stereotyp und haben wenig Profil, um aus der Masse herauszuragen.

Hinzu kommt, dass Uwe Schomburg eine Vielzahl von Informationen und Hintergründen recherchiert hat, die auch unbedingt dem Leser mitgeteilt werden müssen. Egal ob wissenschaftliche Zusammenhänge, detaillierte Weinbeschreibungen oder die Geschichte von Schloss Meseberg. Immer wieder kommen langatmige Passagen, die man durchaus überblättern kann.

Leider kann "Die Quelle" auch sprachlich nicht wirklich überzeugen. Sicher ist dies nur ein Unterhaltungsroman, aber an einigen Stellen passt die Sprache nicht zu den Figuren. Auch Sätze wie "In Benn wucherte eine unbehagliche Spannung gleich einer schnell wachsenden, gefräßigen Pflanze. Er sah wieder zum Polizisten in der Hoffnung, dieser wurde den Stengel mit einem Messer trennen." sind nicht dazu geeignet, den Lesespaß zu beschleunigen.
Fazit
"Die Quelle" hält leider nicht was der Klappentext verspricht. Seit seinem gelungenen Debüt "Die Sirius Verschwörung" ist es Uwe Schomburg nicht mehr gelungen, Fakten und Fiktion zu einem spannenden Thriller zu vermischen. In Anbetracht der sprachlichen Mängel kann man für diesen Thriller leider keine Kaufempfehlung aussprechen.
4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 14. November 2011

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