"Never deal with a dragon" - "Lass ab von Drachen" sagt ein
altes Sprichwort im Seattler Sprawl, in dem Kham, der Ork, versucht, seine
Familie über Wasser zu halten. Da kommt ihm ein Auftrag gerade recht, der
einfach klingt und dazu noch dick Kohle bringt: Beschützt zwei Elfen, während
sie im Wald einen Kristall ausgraben. Doch diese Elfen scheinen leider keine
Zeugen haben zu wollen... Und einer nach dem anderen verschwinden die Zeugen,
bis nur noch Kham, sein Freund Neko und seine Orkgang übrig sind. Mit Müh und
Not können sie flüchten... Doch das Schlimmste soll erst kommen, als sich neben
der Regierung des Elfenstaates Tir Tairngire auch noch der große Drache Lofwyr
einschaltet - dem nebenbei der Megakonzern SaederKrupp gehört... Seitdem gibt es
ein neues Sprichwort im Seattler Sprawl. "Lass ab von Drachen, es sei denn,
es geht nicht anders, dann tu, was sie wollen... und dann renn."
Fazit
Der Fantasy-Gigant Robert N. Charette hat sich in "Trau keinem Elf",
einem seiner ersten Shadowrun-Romane, selbst übertroffen. Das ist eines der
Bücher, die man in die Hand nimmt und nicht aus der Hand legt, bis es vorbei ist
oder man bemerkt, dass man vor zwei Stationen hätte aussteigen sollen.
Fantasy-Muffel sollten trotzdem die Hände davon lassen, aber auch
Shadowrun-Nichtkenner finden sich rasch im Buch zurecht, was nicht zuletzt durch
ein üppiges und gut geschriebenes Glossar zustande kommt. Two thumps up von mir!
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