Glenn Meade: Der zweite Messias

Der zweite Messias

Verlag: Bastei Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-404-16432-5

Preis: 0,30 Euro bei Amazon.de [Stand: 26. September 2016]
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Der Archäologe Jack Cane entdeckt bei Ausgrabungen in der Nähe von Jerusalem eine alte Schriftrolle. Er kann zwar nur ein paar Zeilen entziffern, entdeckt aber, dass der Inhalt äußerst brisant ist. Es geht um einen zweiten Messias, der das Wirken von Jesus Christus in einem anderen Licht erscheinen lassen würde. Jack will dem Geheimnis auf den Grund gehen. Als das Schriftstück bei einem brutalen Überfall aus dem Camp verschwindet, wird auch für Jack die Luft dünner. Von den israelischen Behörden des Mordes an einen Professor beschuldigt, macht sich Jack mit der Nichte des Professors daran, seine Unschuld zu beweisen. Doch auch ein anderer Mann möchte das Schriftstück besitzen: Kardinal John Becket, der gerade zum neuen Papst gewählt wurde und der eigene Pläne verfolgt.

Mit seinen ersten Thrillern wie "Operation Schneewolf" oder "Mission Sphinx", die allesamt einen historischen Hintergrund hatten, hat sich der Ire Glenn Meade in die erste Riege der Thrillerautoren geschrieben. Gerade die geschichtlichen Hintergründe waren es, die seine Thriller aus der Masse hervorgehoben haben. In seinen letzten Werken hat er sich dann eher dem kompatiblen Massenthriller zugewandt.

Mit seinem neuen Werk wendet sich Glenn Meade einem Thema zu, dass gerade nach Dan Browns "Illuminati" ein wenig ausgelutscht erschien: dem Vatikan-Thriller. Und so erinnert der Roman auch stellenweise an Dan Browns erstem Robert-Langdon-Roman. Das "Der zweite Messias" keine billige Kopie geworden ist, liegt daran, dass Glenn Meade ein eigenes Verschwörungsszenario entworfen hat. Dies ist zwar stellenweise ziemlich verworren, trägt aber dazu bei, die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten.

Sicher, ein Meilenstein des Genres ist der Thriller nicht. Sprachlich recht einfach sind es vor allem die klischeehaft agierenden Figuren, die den Roman ein wenig in Richtung Mittelmaß drücken. Natürlich ist Jack Cane der aufrechte, mutige Held und natürlich sind alle vorkommenden Frauen vollbusig und bildschön. Wer sich von diesen Tatsachen nicht abschrecken lässt, wird jedoch mit einem lesenswerten und spannenden Vatikan-Thriller belohnt, der durchaus Vergnügen bereitet.
Fazit
Mit "Der zweite Messias" erreicht Glenn Meade weiterhin nicht die Brillanz seines Romans "Operation Schneewolf". Trotzdem ist ihm ein guter Vatikanthriller gelungen, der nicht nur auf den Spuren von Dan Brown wandelt, sondern mit eigenen Ideen aufwarten kann. Insgesamt solide Thrillerkost.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 28. November 2010

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