Walther Bensemann war 1889 an der Gründung des International Footballclub
Karlsruhe beteiligt, wurde wegen Verführung von Schülern zu Fußball und Alkohol
vom Studium ausgeschlossen, organisierte das erste inoffizielle Länderspiel
gegen eine englische Auswahl, war 1900 Mitbegründer des deutschen
Fussball-Bundes - und war Jude.
Bensemann stand gegen die deutschnationale Hegemonie im Funktionärswesen, für Toleranz und Internationalität. Fußball galt lange als englische Krankheit. Und als Bensemann 1920 den Kicker aus der Taufe hob, kam es auch sofort zu Differenzen mit dem DFB. Kurz nach der Machtergreifung der Nazis starb er im Schweizer Exil. Fazit
Diese erzählte Biografie ist ein bemerkenswertes Unterfangen, auch wenn sie
zwischen Originalquellen und fiktiven atmosphärischen Schilderungen nicht genau
unterscheidet.
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