John Steinbeck: Tortilla Flat

Tortilla Flat

Verlag: dtv [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-423-10764-8

Preis: 8,90 Euro bei Amazon.de [Stand: 11. Dezember 2016]
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Danny erbt nach dem Krieg 2 Häuser von seinem Großvater im Tortilla Flat, eine flache Anhöhe in California, wo viele arme Paisanos leben. Danny lebt ein planloses, zielloses und geldfreies Leben. Da er das zweite Haus nicht braucht, vermietet er es an seinen guten Freund. Sie vereinbaren zwar eine Miete, wissen aber beide, dass sie es nie bezahlen und auch nie erhalten werden. Aber kurze Zeit später brennt es nieder. Ab dann wird Dannys Haus zur Auffangstätte von solchen, die wir heute wohl Aussteiger nennen würden. Diebe, Obdachlose, Gefängnisinsassen, die geflohen sind, illegale Emigranten und andere. Irgendwann sticht Danny der Hafer und er haut ab, treibt sich in der Gegend rum, verübt eine kleinkriminelle Tat nach der anderen und kommt dann zurück und verfällt in Lethargie. Seine Freunde wissen nicht, was ihm passiert ist oder wie sie ihm helfen können, sogar ihr Allheilmittel Wein versagt seinen Dienst!

Steinbecks kurze Geschichte ist eine ganz eigentümliche. Sie handelt von Menschen, die sich nicht rühmen können, ein Ziel im Leben zu verfolgen und auch noch stolz darauf sind, sie leben in den Tag hinein und entwickeln dabei ihre eigene Moral um die Engpassagen des Lebens, die sich nun mal eröffnen wenn man kein Geld hat, zu umschiffen. Sie sind aber keine bösen Menschen, sie versuchen jedem zu helfen, aber auf ihre Art und Weise. Sie kommen nie auf den Sinn, zu arbeiten und sich eine Existenz aufzubauen, hätte Danny nicht geerbt, er hätte abwechselnd im Wald oder im Straßengraben geschlafen und er wäre gleich glücklich oder unglücklich gewesen.
Da die Geschichte in den 30ern spielt, wo das ganze Land nach oben und weiter strebt, markieren Danny und seine Kumpanen eine freiwillige Gegenseite. Sie brauchen den Wohlstand nicht, fühlen sich teilweise dadurch bedroht, sie mögen ihr diebisches Dasein, indem sie sich zusammenklauen, was sie brauchen, aber nie mehr und sich von einer Gallone Wein zur nächsten hanteln.
Fazit
Trotz der begrenzten Spanne entwickelt sich die Geschichte sehr gut, durch die flotte Sprache spielt sich ein kleiner Film im Kopf ab.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne

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Vorgeschlagen von Diyani Dewasurendra [Profil]
veröffentlicht am 22. September 2009

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