Simon Kernick: Gnadenlos

Gnadenlos

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-453-43360-1

Preis: 8,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 08. Dezember 2016]
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An einem gewöhnlichen Samstagnachmittag erhält Tom Meron einen Anruf, der sein Leben für immer verändern wird. Es ist sein alter Freund Jack Callay, der panisch um Hilfe fleht. Noch während des Telefonats hört Tom, wie Jack ermordet wird. Doch es sind vor allem die letzten Worte seines Freundes, die ihn in Todesangst versetzen, denn Callay nennt seinem Mörder Toms Adresse. Fluchtartig verlässt Tom mit seinen Kindern das Haus. Kurz darauf sieht er, wie ein fremdes Auto vor seinem Haus hält. Doch damit nicht genug. Seine Frau verschwindet spurlos, und in ihrem Büro findet man die Leiche einer jungen Frau. Und Tom hält die Polizei für den Mörder.

Mit diesem packenden Szenario gelingt dem Briten Simon Kernick ein hochspannender Einsteig in seinen Thriller "Gnadenlos". Einem Roman, der zumindest über zwei Drittel hält, was er verspricht. Stück für Stück versucht Tom Meron herauszufinden, in welchen Albtraum er geraten ist. Und wie Tom erlebt auch der Leser dieses Puzzlespiel mit, denn "Gnadenlos" ist ein gutes Beispiel dafür, welche Romane mit einer Ich-Perspektive funktionieren. Der Leser schlüpft in die Haut von Tom, weiß genauso wenig wie er und muss sich daher von der Handlung treiben lassen. Und diese bietet genügend spannende Cliffhanger, um immer wieder zu überraschen.

Leider geht "Gnadenlos" zum Ende hin ein wenig die Luft aus. Die über gut 300 Seiten aufgebaute Spannung entlädt sich in einer etwas konstruiert wirkenden und letztlich nicht sonderlich spektakulären Auflösung. Hier kann man sich des Eindruckes nicht erwähren, als habe Simon Kernick selbst nicht ganz gewusst, wie er seine Handlungsstränge auflösen soll.

Davon abgesehen ist "Gnadenlos" durchaus zu empfehlen. Simon Kernicks Schreibstil ist einfach, aber überaus wirksam. Wo andere Thriller zwanzig Seiten und mehr benötigen, um die Handlung zu starten, hat der Brite seine Leser bereits auf der zweiten Seite im Netz.
Fazit
"Gnadenlos" ist ein solider Pageturner mit Bestsellerqualitäten. Lediglich das Ende überzeugt nicht ganz. Aber Simon Kernick ist trotzdem ein Name, den sich Krimifans merken sollten.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 02. Dezember 2008

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