Der Killer Samuel Carver lässt im Auftrag von Regierungen Terroristen und
Verbrecher von der Bildfläche verschwinden. Unter diesem Aspekt geht er auch
seinen nächsten Auftrag an, der ihn nach Paris führt. Er kennt die wahre
Identität seines Opfers nicht. In einem Tunnel arrangiert er einen Autounfall.
Als er kurz darauf aus dem Weg geschafft werden soll, erkannt Carver, dass an
diesem Auftrag etwas Besonderes sein muss. Dann erfährt er, wer wirklich in dem
Wagen saß - die Prinzessin von Wales.
"Target" ist der lesenswerte Debütroman des britischen Journalisten Tom Cain, der in seiner Karriere mehrere Finanzskandale an der Wall Street aufgedeckt hat. Sein Debütroman hat gerade in England große Wellen geschlagen und war auf der Insel überaus erfolgreich. Zu recht, denn "Target" liest sich ausgesprochen gut und beleuchtet den Tod Prinzessein Diana von einer ganz anderen Seite. Wer jetzt jedoch einen ultimativen Enthüllungsroman erwartet, sei gewarnt: Die Geschichte von "Target", so der Autor in seinem Vorwort, ist absolut fiktiv. Er spielt lediglich mit der Frage: Was wäre wenn...? Und auch hier liefert der Roman nur wenige Antworten, denn letztlich sind die Vorkommnisse von Paris nur der Aufhänger für die Geschichte. Zwar kommt Cains Hauptfigur in diesem Roman hinter die Hintergründe, doch werden diese nur am Rande erwähnt. Das ist auch gut so, denn so kann man Tom Cain nicht den Vorwurf machen, den Erfolg seines Thrillers bewusst geplant zu haben. Mit Samuel Carver hat er eine überaus interessante Hauptfigur geschaffen. Obwohl diese im Roman für den Tod der Prinzessin verantwortlich ist, schafft Tom Cain eine Bande mit dem Leser. Der Showdown ist ebenfalls sehr lesenswert, erinnert aber an manchen Stellen an die Folterung von James Bond in "Casino Royal". Der Lübbe Verlag kündigt "Target" als Spitzentitel an. Eine Einschätzung die durchaus angemessen ist. Auch wenn der Roman nicht ganz an die großen Genreklassiker heranreicht, hat Tom Cain einen überaus gelungenen Einstieg in das Thrillergenre geschafft. Fazit
"Target" ist ein lesenswerter Thriller, der sehr geschickt mit dem
Mythos des Todes von Prinzessin Diana spielt, ohne diesen plakativ einzusetzen.
Ein gelungenes Debüt, das Lust auf mehr macht.
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