Der Kontinent Kanduras ist in Gefahr, denn der machtgierige Magier Tarvin Xandor
will sich die Welt untertan machen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. So hat er
den orkischen Schamanen Grunduul soweit beeinflusst, die Orks unter ihrem
Häuptling Ul'goth in einen Krieg gegen die Menschen zu führen. Ul'goth will nur
aus den unwirtlichen Bergen raus, um in den fruchtbaren Niederungen mit seinem
Volk in Ruhe zu leben. Die Beeinflussung durch Grunduul und seine Beweggründe
treffen zusammen und führen zum erwünschten Ergebnis. Dort, in den Tälern, leben
jedoch bereits die Menschen. Notgedrungen führt er sein Volk gegen die Stadt
Surdan in den Krieg. Der Magier Xandor bringt in der Stadt seine Kollegen um und
daher wird es ein großer Erfolg für Ul'goth. Weniger schön für Xandor ist, dass
sich Ul'goth in der Stadt niederlassen will. Damit ist das gewünschte Ergebnis
für Xandor schon wieder hinfällig. Tarvin Xandor sähe es gern, wenn die Orks,
wie bereits die ebenfalls beeinflussten Gnome, das Land unsicher machen und
Krieg und Verderben ins Land tragen.
Kurz vor dem Angriff der Orks reitet Tharador der Chef der Stadtwache aus, um einem überfallenen Dorf zu Hilfe zu eilen. Doch er kommt mit seinen Männern zu spät. Er schickt seine Männer zurück um selbst einen lange vorbereiteten Plan auszuführen. Denn ihn zieht es in den Norden. Daher ist der Begriff Deserteur geradezu für ihn erfunden. Doch nicht nur er macht sich auf den Weg, sondern sein Freund und Weggefährte begleitet ihn. Auf ihrer Reise treffen sie auf den Zwerg Khalldeg und schließen Freundschaft. In einer unterirdischen Festung treffen sie auf Xandor und auf einen von ihm beeinflussten Freund Tharadors, der sich als erbitterter Gegner erweist. später kommt ein Elf hinzu. Faeron Tel'imar macht Tharador mit dem Mentor Gordan bekannt. Aus dieser Bekanntschaft entwickelt sich die Suche nach dem verschollenen Buch Karandras, was auch die nicht näher erklärbare Reise Tharadors erklärt. Fazit
Mit dem Buch beginnt die Trilogie um den Paladin Tharador und seine Abenteuer,
die Stephan R. Bellem gekonnt in Szene setzt. Man kann viele Anlehnungen an
andere Fantasy-Literatur finden. Stephan hat die Fantasy sicherlich nicht neu
erfunden, mit seinen lebensechten Figuren bereichert er sie jedoch um ein paar
Facetten. Es macht Spaß, Tharador auf seiner Reise durch den Kontinent zu
begleiten. Auch der Ork Ul'goth wirkt eher sympathisch als abschreckend. Die
abenteuerliche Reise ist eine sehr lesenswerte Abenteuerfantasy. Und wenn man
dem Kollegen Frank A. Dudley von der Phantastik-Couch.de glaubt, sitzt man
keinem leeren Versprechen auf.
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