Kennen Sie Druckfehler-Finder? Menschen, denen jedes eigenwillig übersetzte Wort
und jeder Schreibfehler auf der Kneipen-Tafel sofort ins Auge springt? Die
Fadimans (die Autorin, ihr Bruder und ihre Eltern) bilden zusammen eine eigene
Druckfehler-Finder-Dynastie. Kein Wunder; denn Vater Fadiman arbeitete in seiner
Jugend als Korrektor in einem Verlag. Seine Tochter sinnt in einem ihrer Essays
darüber nach, ob der Fadiman'sche Korrektur-Zwang genetisch begründet sein
könnte. Die Verfasserin zeigt mit Anekdoten aus ihrer Bücher-liebenden Familie
(beide Eltern waren Autoren), wie sie und ihr Bruder zu Lesern heranwuchsen. Die
Chancen, dass Fadimans eigene Kinder ihrer bibliomanen Mutter nacheifern werden,
stehen gut; denn auch sie wachsen mit überquellenden Regalen voller Bücher auf,
hinter denen die Wände nur zu ahnen sind. Köstlich liest sich Fadimans Bericht
über ihre Heirat, die zur Vereinigung zweier umfangreicher Buchbestände führte:
Im Falle von Doubletten schlägt ein Buch mit handschriftlichen Anmerkungen ein
gegnerisches Buch ohne Anmerkungen. Das saubere Exemplar wird verschenkt, das
strapazierte Arbeitsexemplar darf bleiben.
Fazit
Anne Fadimans launige Texte über Buchliebhaber, Buchverrückte, Füllhalter und
mechanische Schreibmaschinen führen in die Welt der Bücher, Autoren und
Antiquariate.
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