Ein junger Finne wird von der Nachricht überrascht, dass ein unbekannter Mann
ihm ein Haus mit Grundstück und eine Geldsumme hinterlassen hat. Die Anwältin,
die das Testament beurkundet hat, weiß nur, dass der Mann im Alter von 80 Jahren
starb und aus Deutschland stammte. Der Ich-Erzähler findet ein verwunschenes
Haus vor, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint und das schon beinahe
vom Garten überwuchert ist. Der Besitzer Henri Ruzika hat eine umfangreiche
Schmetterlingssammlung und eine Bibliothek voller Fachliteratur
zusammengetragen. Sein Erbe begibt sich nun auf die Suche nach der
Lebensgeschichte des Menschen, der ihm Haus und Erinnerungsstücke hinterlassen
hat. Einige 15 Jahre alte Briefe führen den Erzähler auf die Spur von Anna
Prinz, einer alten Dame in Pirna. Der Erzähler fliegt nach Deutschland. Zusammen
mit Anna Prinz blättert er in alten Fotoalben, taucht in die Atmosphäre
Ostdeutschlands in der Nachkriegszeit ein, doch Henri Ruzika bleibt ihm noch
immer ein Rätsel. Der Erbe reist weiter an den Garda-See, bereits ahnend, dass
seine Mutter die Verbindung zu Henri Ruzika ist. Erst an einem Strand auf Kreta
löst sich schließlich seine Erinnerung.
Fazit
Joel Haahtela führt seine Leser mit einem sensibel beobachtenden Ich-Erzähler
und verwunschenen Landschaftsbeschreibungen auf die Spuren eines
Familien-Geheimnisses. Haahtelas Erzähler-Figur öffnet behutsam eine Tür nach
der anderen in die eigene Vergangenheit. Die Leser der kurzen Erzählung tauchen
dabei in liebevoll gezeichnete Details ein und erfahren, was von einem ganzen
Leben bleibt.
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