Johnny Carter ist ein Ausnahmetalent der Jazzmusik, er begeistert sein Publikum
mit seiner neuen Spielweise. Er selber zerbricht an seiner Drogensucht, von der
er nicht weg kommt und sein Freund Bruno, Jazzkritiker (der darunter leidet, nur
Kritiker zu sein, der über die Produktion von Johnny palavert), dokumentiert den
Verfall Johnnys. Bruno ist schlichtweg hingerissen von Johnnys Musik und er
begreift, dass Johnnys Unfähigkeit das Leben zu steuern, seine Flucht in andere
Welten, seine Musik unmittelbar beeinflussen, sie lebt von seiner
Ra(s)tlosigkeit.
Johnny ist auf der Suche nach seinem Ich, versucht sich Bruno und anderen Freunden mitzuteilen, wie er sich fühlt, wenn er das Saxophon in die Hand nimmt und in eine andere Welt entflieht, aber keiner kann ihn ernst nehmen, sie tun es als drogenverseuchte Phantastereien ab, aber für Johnny ist es essentiell. In seiner anderen Welt sieht er das Leben, wie es ist, sieht sich, wie er ist und merkt, wie weit er im wirklichen Leben von diesem anderen Ich entfernt ist. Er steht allein da mit seinen Problemen, immer wieder tickt er im Studio aus und doch produziert gerade dann einmalige Stücke. Johnny verfolgt sein anderes ich, etwas was er nur in der Musik findet, das das Publikum nicht verstehen kann und es nie verstehen wird. Cortázars Sprache ist ungewöhnlich, schwer zu fassen, abgehoben und verwirrend teilweise. Doch genauso eröffnen sich einem die Abgründe eines genialen Hirns unter Drogeneinfluss. Fazit
Mir wurde nicht ganz klar, wonach Johnny suchte, eindeutig war nur die
Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit, in der er sich befand, und die
Einsamkeit seines Anders-sein.
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