Carin Chilvers: 150.000 in bar

150.000 in bar

Verlag: Bookspot Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-937357-18-8

Preis: 0,77 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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150.000 in bar - mit dieser Stange Geld wird Privatdetektivin Rita Volk, ehemals bei der Polizei tätig, konfrontiert, als Jo Tanner umgebracht wird. Sein Lebensgefährte findet das Geld im gemeinsamen Safe und fragt sich natürlich, wo der Zusammenhang zu Jos Tod ist. Doch warum sich selbst weiter plagen, wenn man eine Detektivin trifft? Schwupps, wird Rita beauftragt und macht sich an die Ermittlungen. Tanner war technischer Leiter in einem Fotolabor, und genau dort beginnt sie. Von der Sekretärin erfährt sie interessante Details aus dem Betrieb: Tanner hatte die Aufgabe, stichprobenartig die entwickelten Fotos zu überprüfen, und ist dabei wohl auf eine Serie von pornographischen Aufnahmen gestoßen - von Kindern. Hat er damit versucht, jemanden zu erpressen, und diese Person hat ihn umbringen lassen?
Fazit
Das Thema, mit dem Chilvers sich in ihrem zweiten Krimi auseinandersetzt, ist nicht zu tabuisieren. Doch einen ganzen Roman mittels eines seidenen Fadens mit Kindesmissbrauch zu verknüpfen, halte ich für sehr gewagt. Ziemlich schnell tritt der anfängliche Mord in den Hintergrund, er wird zum Schluss nicht mal eindeutig aufgeklärt. Die "150.000 in bar" spielen kaum mehr eine Rolle, stattdessen ist die Arbeit der Detektivin durch ihr eigenes Interesse - ihre Schwester verschwand knapp zehn Jahre vor dem Mord spurlos - motiviert. Auf der anderen Seite ist der Kindesmissbrauch zwar in einem sehr krassen Beispiel angedeutet, bietet im Anschluss aber kaum mehr Anhaltspunkte zum Nachdenken.

Worum soll es also letztendlich gehen? Das persönliche Schicksal der Ermittlerin wirkt arg konstruiert, der Mord bietet sich nur zur Rahmenhandlung an, der Kindesmissbrauch ist nicht überzeugend dargestellt. Insgesamt sind die "150.000 in bar" nette Bettlektüre, mehr aber nicht.
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Vorgeschlagen von Nico Haase [Profil]
veröffentlicht am 30. Dezember 2006

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